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Der Norden Wiesenhof investiert nach Brand in Lohne
Nachrichten Der Norden Wiesenhof investiert nach Brand in Lohne
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19:03 17.02.2017
2016 brannte der Schlachthof in Lohne nieder - jetzt wächst der Neubau. Quelle: Friso Gentsch
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Lohne

„Nur wenige Lebensmittelhersteller verfügen über ein eigenes Zentrallabor“, sagte der Unternehmenschef.

1000 Jobs in Lohne

Am 28. März 2016 brannte wenige Meter vom neuen Labor-Standort entfernt der Schlachthof der PHW-Tochter Oldenburger Geflügelspezialitäten zu großen Teilen nieder. Der Neuaufbau des Schlachthofes läuft. Wesjohann sagte, er hoffe, dass Anfang 2018 der neue Betrieb starten könne. In Niedersachsen beschäftigt PHW 2700 Mitarbeiter, davon allein 1000 in Lohne.

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Die 24 Labormitarbeiter nehmen rund 600 Analysen pro Tag vor und ziehen Proben aus frischem Fleisch, aus Fertiggerichten und Tiefkühlprodukten. Bereits seit 1990 betreibt die PHW-Gruppe ein eigenes Zentrallabor. Das neue Labor ist mit rund 1100 Quadratmetern gut doppelt so groß wie das bisherige. Die Bauzeit betrug nach Unternehmensangaben gut acht Monate.

Der große Vorteil eines eigenen Labors liege darin, schneller Analyse-Ergebnisse zu bekommen, sagte der Leiter der Einrichtung, Jan Bernd Barhorst. Neben mikrobiologischen Untersuchungen werden auch Tests zur Lagerfähigkeit oder auf Antibiotika-Rückstände beim Geflügel der anliefernden 1000 Partner-Landwirte gemacht. Auch die Überprüfung der Hygienestandards der Produktionsstandorte gehört zu den Aufgaben.

In der Vergangenheit stand Wiesenhof oft in der Kritik von Tierschützern, die die Haltungsbedingungen der verarbeiteten Tiere anprangerten. Inzwischen hat Wiesenhof auch eine Produktlinie, die mit dem Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet ist.

Für die Stadt Lohne sagte Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (CDU), angesichts der oft emotional geführten Debatten über die moderne Landwirtschaft und Tierwohl sei es bemerkenswert, dass der Fleischproduzent im Oldenburger Münsterland bleibe.

Elmar Stephan

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