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Der Norden Neuer Bundesamt, neuer Chef
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21:26 03.08.2016
Von Michael B. Berger
„Ein erfahrener Moderator“: Wolfram König. Quelle: Michael Kappeler
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Hannover

Mit der Endlagerung hochatomarer Abfälle kennt er sich aus, auch wenn er sie höchstwahrscheinlich nicht mehr zu Lebzeiten erleben wird. Wolfram König, der bisherige Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, ist Chef des neuen Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gab am Mittwoch die Berufung des 58-jährigen Diplom-Ingenieurs an die Spitze des neuen Hauses bekannt. König leitet seit 17 Jahren das BfS in Salzgitter, das zentrale Aufgaben der Aufsicht über bestehende und geplante Endlager an die neue Atombehörde abgibt. Das in Lübeck geborene Grünen-Mitglied König gilt als Mann für heikle Fälle, er sei ein „erfahrener Moderator zwischen Politik und Gesellschaft“, teilte das BfS mit.

Für Insider war die Berufung nicht überraschend, denn bereits als Präsident des Strahlenschutzamtes sprach sich König für eine neue Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung aus. Im neuen Bundesamt für Entsorgungssicherheit, das einen Sitz in Salzgitter und in Berlin hat, werden alle staatlichen Genehmigungs- und Aufsichtsaufgaben des Bundes konzentriert. Es wacht über Atomtransporte wie auch über die Zwischenlagerung des Atommülls, die heute meist an Kernkraftwerken geschieht, und über die Suche nach einem neuen Endlager. Für den operativen Teil des Entsorgungsgeschäftes hat der Bund auch eine neue Gesellschaft gegründet, die Bundesgesellschaft für Endlagerung. Hier wurden Ursula Heinen-Esser, Ewold Seeba und Hans-Albert Lennartz zu Geschäftsführern ernannt. Lennartz ist Geschäftsführer der Asse GmbH, Heinen-Esser leitete die Endlagersuchkommission.

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