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Der Norden Wolfsburger tüftelt an Elektromotor fürs Surfbrett
Nachrichten Der Norden Wolfsburger tüftelt an Elektromotor fürs Surfbrett
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00:17 07.11.2015
Von Lisa Malecha
„Ziel sind 50 Stundenkilometer“: Sascha Mattiza tüftelt an einem E-Motor für Surfbretter. Quelle: Malecha
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Wolfsburg

"Ich bin leidenschaftlicher Snowboarder und wollte eine Alternative für den Sommer haben. Also bin ich aufs E-Wakeboard gekommen“, erzählt der 35-Jährige. Die Idee sei eigentlich nicht ganz neu, gesteht der Wolfsburger, doch die gängigen Elektro-Wakeboards seien sehr teuer. Mit rund 15.000 Euro ist ein solches Brett zu kostspielig für Normalverdiener.

Fast ein Jahr hat der Softwareentwickler getüftelt, 3-D-Modelle entworfen, gelötet und probiert - nun ist der erste Prototyp fertig. Über eine Crowdfundingplattform im Internet sucht er Geldgeber, um das Projekt voranzutreiben.

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Wie gut sein Antrieb funktioniert, testet der Wolfsburger auf dem Bernsteinsee in Stüde (Landkreis Gifhorn). „Momentan komme ich nur auf rund elf Kilometer pro Stunde. Ziel sind 50“, sagt Mattiza. Bis es soweit ist, wird er noch einiges an Zeit und Arbeit in seine Erfindung stecken müssen. Doch immerhin: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten springt der Elektromotor an und sorgt für Fahrspaß auch ohne Wind und Wellen oder Wasserskilift, von dem sich Wakeboarder üblicherweise ziehen lassen.

Für 15 Minuten Fahrspaß hält der Akku bisher. „Aber die Akkus lassen sich mit wenigen Handgriffen auswechseln, man könnte also den ganzen Tag auf dem See verbringen“, versichert Mattiza, der auch betont, dass der jetzige Prototyp noch nicht das Ende ist: „Bei der ersten Fahrt hab ich nur vier Stundenkilometer geschafft - 30 Sachen sind also bald mindestens drin“, rechnet er vor.

Die Anleitung zum Bau des Motors soll kostenlos als PDF und Video im Internet zur Verfügung gestellt werden. „Alle erforderlichen Teile gibt es im Baumarkt oder Internet“, sagt Mattiza. Doch selbst technisch versierte Bastler bräuchten so einige Abende, um mit der Anleitung den Motor zusammenzuschrauben. Immerhin müssen Rohre gebogen, Einzelteile verschweißt und Modellbaumotoren zusammengebaut werden - ein Aufwand, dem vermutlich nicht alle Surfer gewachsen sind.

Und genau dort setzt Mattizas Geschäftsidee an: Mit seinem 3-D-Drucker stellt er alle nötigen Bausteine her. Wer rund 350 Euro investiert, bekommt sie vom Erfinder zugeliefert. Der 35-Jährige sucht auch nach Firmen, die seine Erfindung in Serie herstellen - allerdings erst wenn der Prototyp endlich die gewünschte Leistung erbringt.

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