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Der Norden Unternehmer hoffen auf frischen Wind im Rathaus
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Unternehmer hoffen nach Hannover-Wahl auf frischen Wind

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08:00 29.10.2019
Volker Müller (hier eröffnet er das Sommerfest des Instituts der Niedersächsischen Wirtschaft) erhofft sich frischen Wind im Rathaus. Quelle: Rainer-Droese
Hannover

Niedersachsens Unternehmerverbände blicken mit großer Spannung auf den Ausgang der Stichwahl für das hannoversche Oberbürgermeisteramt. „Es kommt reichlich Bewegung in die politische Landschaft – es gibt ein starkes Signal für frischen Wind im Rathaus“, meinte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), Volker Müller. Vor allem der von der CDU aufgestellte Kandidat Eckhard Scholz könne „mit Verwaltungen umgehen und hat selbst eine Verwaltung geführt mit extrem starken Gewerkschaften“, sagte Müller. Wichtig sei, dass in Hannover Bewegung in die Szene komme.

„Tragisch für Marc Hansmann

Als „Zäsur“ in der hannoverschen Politik bezeichnete Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall den Ausgang der Wahl am Sonntag. Die Niederlage des SPD-Kandidaten Marc Hansmann, der die Stichwahl verfehlte, dürfte auch der bundespolitischen Schwäche der SPD geschuldet sein, die „durchgeschlagen“ haben. „Das ist in gewisser Weise tragisch für Marc Hansmann, der ebenso wie die beiden nun verbliebenen Kandidaten Belit Onay und Eckhard Scholz glaubwürdig für einen Neuanfang im hannoverschen Rathaus stand.“ Hannover stehe nunmehr vor einer weitreichenden politischen Richtungsentscheidung, „wie es sie bei keiner Wahl zuvor gegeben hat“.

SPD-Landespolitiker tief betroffen

In der niedersächsischen SPD ist man noch immer dabei das schlechte Ergebnis zu verkraften. „Das muss man erst einmal sacken lassen“, erklärte die SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Johanne Modder. Eine solch’ bittere Pille habe man selten schlucken müssen, weil die Landeshauptstadt Hannover als Bastion der Sozialdemokratie galt. Sehr enttäuscht ist auch einer von Modders Stellvertreter, der Hamelner Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann. Zu dem Umschwung in Hannover habe nicht nur die Rathausaffäre etwas beigetragen, sondern wesentlich mehr die allgemeine Stimmungslage. „Es geht ständig um etwas Neues und gegen das Althergebrachte.“

Wenn man etwa in einer Stadt wie Hannover nicht mehr einen Bezirksrat wie Linden-Limmer dominiere, verliere man als Großstadt-SPD, meinte Watermann. Auch müsse man sich fragen, ob es klug sei, im Wahlkampf nur auf Modernität zu setzen. Sowohl Modder als auch Watermann bezweifelten indes, dass der schlechte Ausgang in Hannover Folgen für die Landespolitik haben werde. Für Uwe Santjer, Bezirksvorsitzender der SPD-Nordniedersachsen, ist der Wahlausgang in Hannover eine „Katastrophe“. Schließlich galt Hannover als Herzkammer der SPD. Ein Erfolg der Grünen habe sich aber schon bei der Europawahl abgezeichnet, meinte Santjer: „Schade, Marc Hansmann war ein hervorragender Kandidat.“

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Von Michael B. Berger

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