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Der Norden Kassenbeamter stiehlt 60 000 Euro von der Stadt Osnabrück
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Urteil gefällt: Kassenbeamter stiehlt 60 000 Euro von der Stadt Osnabrück

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14:47 25.03.2020
Das Amtsgericht verurteilte den Mann zu drei Jahren und 10 Monaten Haft. Quelle: dpa
Osnabrück

Wegen Diebstahls von 60 000 Euro aus der Kasse der Stadt Osnabrück ist ein städtischer Mitarbeiter zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. In dem Berufungsverfahren verhängte das Landgericht Osnabrück nach Mitteilung vom Mittwoch eine höhere Strafe als die erste Instanz. Das Amtsgericht hatte ihn im Februar 2019 zu drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Dagegen waren sowohl der Angeklagte wie die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen.

Den Tathergang werteten beide Gerichte gleich: Der mittlerweile 58 Jahre alte Angeklagte habe als Mitarbeiter der Zulassungsstelle Bareinnahmen für sich behalten. Nachgewiesen wurden 86 Fälle zwischen November 2016 und Mai 2017. Bei einer Hausdurchsuchung im Mai 2017 wurden ein Teil des Geldes gefunden sowie Kopien der Quittungen, die der Kassenbeamte handschriftlich ausgestellt hatte. Elektronisch hatte er die Zahlungen nicht verbucht.

Amtsgericht stuft Tat als Betrug ein

Der Angeklagte stellte die Taten in beiden Prozessen in Abrede. Das Amtsgericht hatte sein Vorgehen als Betrug eingestuft. Das Landgericht verurteilte ihn wegen gewerbsmäßigen Diebstahls. Der Angeklagte habe die Vertrauensstellung als Kassenbeamter missbraucht, wurde die höhere Strafe begründet. Gegen das neue Urteil ist Revision zum Oberlandesgericht (OLG) möglich.

Von RND/lni

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