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Der Norden Viertes Opfer: Brutale Serien-Gewalttäter stehen erneut vor Gericht
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Verden: Serien-Gewalttäter von Garlstedt stehen erneut vor Gericht

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21:57 02.12.2019
Die Serienvergewaltiger beim ersten Prozess: In dem 13 Jahre alten Fall von grausamer Gewalt gegen mehrere Frauen kommt ein weiteres Kapitel vor Gericht. Quelle: Ingo Wagner/dpa/Archiv
Verden

In einem 13 Jahre alten Fall von grausamer Gewalt gegen Frauen in Garlstedt (Kreis Osterholz) kommt ein weiteres Kapitel vor Gericht. Das Landgericht Verden verhandelt ab dem 11. Dezember wegen Vergewaltigung gegen zwei Männer im Alter von 53 und 66 Jahren. Der jüngere Mann soll im Februar 2006 eine Frau gefesselt und über Tage festgehalten zu haben, um sich an ihr zu vergehen und seine Machtfantasien auszuleben. Schauplatz war das Wohnhaus des älteren Angeklagten, wie das Gericht am Montag mitteilte. Er hatte die Frau mit Hilfe einer Annonce angelockt. (Az.: 3 KLs 201/19)

Wegen drei solcher Taten waren die Männer schon 2008 verurteilt worden. Sie hatten Frauen gefangen genommen, sexuell misshandelt und mindestens eine von ihnen zur Prostitution gezwungen. Der Prozess hatte damals Aufsehen erregt wegen der verstörenden Brutalität der Täter. Eine Frau war über Tage in einen Hundekäfig eingesperrt.

Viertes Opfer traute sich erst nach Jahren zur Polizei

Das vierte Opfer habe sich erst Jahre später getraut, Anzeige zu erstatten, sagte ein Gerichtssprecher. Der Chronologie der Taten nach geriet sie vor den drei anderen Frauen in die Gewalt der Männer. Sie sei damals freigelassen worden, weil der jüngere Angeklagte befürchtete, von der Polizei entdeckt zu werden.

Wegen seiner sadistischen Neigungen war er 2008 zu 14 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Gegen den älteren Angeklagten waren zwölfeinhalb Jahre verhängt worden. Er ist nach Verbüßung von zwei Dritteln der Haftstrafe auf Bewährung entlassen worden.

Von RND/lni

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