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Der Norden Wilhelmshavener Ex-OB wegen Untreue vor Gericht
Nachrichten Der Norden Wilhelmshavener Ex-OB wegen Untreue vor Gericht
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11:16 04.02.2019
Eberhard Menzel (l.), ehemaliger Oberbürgermeister von Wilhelmshaven, sieht sich und Jörg Brost (r.) als von den Medien „diskriminiert, kriminalisiert und vorverurteilt“. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Oldenburg

Der Ex-Oberbürgermeister von Wilhelmshaven, Eberhard Menzel (SPD), und der Ex-Chef einer städtischen Klinik müssen sich seit Montag wegen des Vorwurfs der Untreue in besonders schwerem Fall vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Es geht nach Angaben der Staatsanwaltschaft um eine überhöhte und „vollkommen unangemessene“ Ruhestandsregelung für Ex-Klinik-Direktor Jörg Brost (66), der laut Medienangaben durch vertragliche Regelungen monatlich rund 18.000 Euro vom Krankenhaus bezog. Es soll ein Schaden von insgesamt 2,8 Millionen Euro entstanden sein.

Der bis 2011 amtierende Oberbürgermeister soll dabei unter anderem einen für die Stadt ungünstigen Altersteilzeitvertrag mit Brost geschlossen haben. Menzel wies die Vorwürfe gegen ihn bei der Prozesseröffnung als haltlos zurück. „Nichts davon ist zutreffend“, sagte der 74-Jährige in einem Statement. Er und Brost, der nach Angaben seines Anwaltes seit März 2011 durchgängig arbeitsunfähig erkrankt ist, seien von Medien „diskriminiert, kriminalisiert und vorverurteilt“ worden.

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Vorwürfe gegen aktuellen OB

Wenzel ist nicht der einzige Oberbürgermeister der Stadt, dem in den vergangenen Jahren vorgeworfen wurde, sein Amt nicht ordnungsgemäß auszufüllen. Andreas Wagner, Wilhelmshavens aktueller Bürgermeister und Wenzels Nachfolger, geriet im vergangenen Jahr in die Kritik, nachdem vermutlich von einem anonymen Mitarbeiter öffentlich gemacht wurde, dass Wagner innerhalb eines Jahres 18 Wochen Urlaub plus weitere Home-Office-Tage genommen haben soll. Der CDU-Politiker wies die Vorwürfe allerdings zurück und legte in einer Sondersitzung des Stadtrates Daten aus seinem Terminkalender zu den beanstandeten Zeiträumen vor, welche allerdings nicht öffentlich gemacht wurden.

Von dpa/jos/RND

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