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Zahl der ausländischen Studierenden in Niedersachsen steigt

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08:13 10.01.2020
Volle Hörsäle an den Unis in Niedersachsen. Bei vielen Studierenden aus dem Ausland ist Niedersachsen beliebt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Die Hochschulen mit den meisten ausländischen Studierenden im Wintersemester 2018/2019 in Niedersachsen waren die Universitäten in Hannover (5052) und Göttingen (4133) sowie die Technische Universität Braunschweig (3090).

Im Zahlenvergleich auf Platz vier rangierte die Technische Universität Clausthal im Harz mit 1435 ausländischen Studierenden. Der Anteil an der Gesamtzahl der Studenten und Studentinnen war dort mit rund 35 Prozent so hoch wie an keiner anderen Hochschule in Niedersachsen. An der Leibniz Universität Hannover lag er bei 17 Prozent, an der TU Braunschweig bei 15,4 Prozent und an der Uni Göttingen bei 13,5 Prozent.

An privaten Hochschulen sind die Quoten mitunter deutlich höher. So beträgt der Anteil der internationalen Studierenden an der privaten englischsprachigen Jacobs University im Nachbarbundesland Bremen aktuell 82 Prozent.

Ming Song aus China studiert in Hannover den Masterstudiengang „Navigation und Robotik“. An Universitäten in Niedersachsen und Bremen studieren tausenden Studenten aus dem Ausland - vor allem aus China, Indien und Syrien. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Viele Studierende in Niedersachsen kommen aus China

Viele ausländische Studierende in Niedersachsen kommen aus China. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur liegt das Land bei der Universität Göttingen, bei der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der Technischen Universität Braunschweig bei der Rangliste der Herkunftsländer auf Platz 1. Viele ausländische Studierende kommen zudem aus Indien und Syrien.

Medizin in Göttingen bei internationalen Studierenden beliebt

An der Universität Göttingen ist Medizin das beliebteste Fach unter internationalen Studierenden. An der Technischen Universität Braunschweig sind Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik, Elektrotechnik und Elektromobilität bei ausländischen Studierenden besonders gefragt. An der Leibniz Universität Hannover gehören Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik zu den beliebtesten Fächern. In Oldenburg ist der internationale Bachelorstudiengang Engineering Physics besonders gefragt - das Angebot soll die Lücke zwischen den traditionellen Physik- und Ingenieurausbildungen schließen.

Alle von der Deutschen Presse-Agentur befragten Universitäten werben aktiv um Studierende aus dem Ausland. Sie nutzen soziale Medien, Online-Portale, Bildung- und Rekrutierungsmessen im europäischen und außereuropäischen Ausland. Einige Universitäten besuchen gezielt deutsche Schulen im Ausland, um auf ihr Studienangebot aufmerksam zu machen. Wichtig sind zudem Kooperationen mit Hochschulen im Ausland. Die Leibniz Universität Hannover etwa pflegt derzeit Kooperationen mit rund 140 Hochschulen in 40 Ländern.

Lesen Sie dazu: Streitfall Tierversuch: Ein Besuch im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen

Trend: Bachelor in der Heimat, Master in Deutschland

An der TU Braunschweig haben Masterstudiengänge an Beliebtheit gewonnen. „Der Trend geht dahin, das Bachelor-Studium im Heimatland zu absolvieren und dann für den Master nach Deutschland zu gehen“, sagte die Uni-Sprecherin Elisabeth Hoffmann. Die Leibniz Universität in Hannover sieht als Trend, dass verstärkt Ingenieurwissenschaften, Informatik und Zukunftsfächer wie Optische Technologien nachgefragt werden.

Visumsvergabe mit langer Wartezeit

Mitunter müssen Ausländer, die in Deutschland studieren wollen, lange auf einen Termin für einen Visumsantrag warten. Das zeigte jüngst eine Antwort des Bundesforschungsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, über die die „Neuen Osnabrücker Zeitung“ berichtet hat. Demnach mussten angehende Studenten an 24 Botschaften und anderen Auslandsvertretungen im November 2018 mehr als acht Wochen warten, bis sie überhaupt einen Termin für einen Visumsantrag erhielten. In sieben Vertretungen lag die Wartezeit bei mindestens einem Jahr. Betroffen waren Länder wie Indien, Marokko und Kamerun. In Deutschland haben ausländische Studierende nach Angaben der Uni Oldenburg mitunter Probleme, bezahlbaren Wohnraum zu finden und das erforderliche Sprachniveau zu beherrschen.

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Von RND/lni

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