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Digital Anonymous will Cyber-Angreifer identifiziert haben
Nachrichten Digital Anonymous will Cyber-Angreifer identifiziert haben
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17:03 14.04.2015
Der Hackerangriffe in Belgien hatte am Sonntag und Montag mehrere Medien getroffen. Quelle: dpa
Brüssel

Nach den Cyberangriffen auf Online-Auftritte belgischer Zeitungen läuft die Täter-Suche. Nach der Veröffentlichung mehrerer anonymer Bekennernachrichten im Internet meldete sich am Dienstag das Hacker-Netzwerk Anonymous mit einer Videobotschaft zu Wort. Die Gruppe machte nach eigenen Angaben einen Jugendlichen mit Nähe zur Islamistenszene als Verantwortlichen aus. Von belgischen Sicherheitsbehörden gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

In der Videobotschaft behauptet ein maskierter Mann, der nach eigenen Angaben ein Anonymous-Aktivist ist, dass über das soziale Netzwerk Facebook die Identifizierung des Angreifers gelungen sei. Demnach steckt hinter der Attacke auf belgische Medien ein „etwas spielsüchtiger Jugendlicher“, der für seine Tat auf „für jedermann zugängliche Mittel“ zurückgegriffen habe. Nach Angaben des Aktivisten wurde die Polizei verständigt. Der Täter sei Mitglied der sogenannten „Muslimischen Sektion“ gewesen, die Hackern der Terrorgruppe Islamischer Staat nahestehe.

Letztere hatten in der vergangenen Woche die IT-Systeme des französischen Senders TV5 Monde gekapert und die Ausstrahlung der Fernsehprogramme stundenlang blockiert. Während des Angriffs platzierten sie Propaganda der Terrorgruppe auf den Webseiten und Social-Media-Angeboten des Senders.

Der Hackerangriffe in Belgien hatte am Sonntag und Montag mehrere Medien getroffen. Die Verlagsgruppe Rossel musste unter anderem die Nachrichtenwebsite der Zeitung „Le Soir“ zeitweise aus dem Netz nehmen. Am Montagabend waren auch die Online-Auftritte von Blättern wie „La Libre Belgique“ und „La Dernière Heure“ des Verlags S.A. IPM  gestört. Der letzte Angriff hatte nach Angaben der Betroffenen nicht die Ausmaße der massiven Attacke vom Sonntagabend.

Die Redaktion von „Le Soir“ hatte nach der ersten Attacke vom Sonntag zunächst mitgeteilt, dass nichts auf eine Verbindung zum Cyberangriff auf TV5 Monde hindeute.

dpa

Die Website des Hobart International Airport in Australien ist am Montag von Anhängern der Dschihadistengruppe Islamischer Staat angegriffen worden. Nach Polizeiangaben hinterließen die Hacker auf der Internetseite des Flughafesn auf der südlichen Insel Tasmanien eine Solidaritätserklärung für den IS.

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