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Digital Appell der Polizei wird zum Facebook-Hit
Nachrichten Digital Appell der Polizei wird zum Facebook-Hit
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09:46 15.10.2015
Eindringliche Worte: Laut Polizei Hagen könnten manche von den Eltern auf Facebook veröffentlichten Aufnahmen den Kindern "in ein paar Jahren endlos peinlich" sein. Quelle: Polizei Hagen/Facebook
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Hagen

Klare Worte, großer Erfolg: Der Facebook-Appell der Hagener Polizei, in dem sie vor der Veröffentlichung von Kinderfotos im Netz warnt, hat sich zum viralen Hit entwickelt. Hunderttausendfach ist der Beitrag geklickt worden, Zehntausende Male geteilt worden. Vom Erfolg sind die Polizisten dennoch nicht überrascht: "Dass es erfolgreich wird, das haben wir uns gedacht. Dass es so durchschlagen könnte, hatten wir dagegen nicht erwartet", sagte Hagens "Social-Media"-Kommissar Tino Schäfer am Donnerstag.

Hinter dem Erfolg steckt auch eine Taktik, verrät er: "Wir nutzen Facebook, um Emotionen zu treffen und Botschaften zu platzieren, deshalb sind unsere Appelle auch provokativ - egal ob's um Winterreifen geht oder Kinderfotos."

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Mehr als elf Millionen Menschen erreicht

Mit dem Appell an Eltern, keine Fotos ihrer Kinder in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, hatte die Polizei den Nerv Hunderttausender Nutzer getroffen.

Bis Donnerstagmorgen (9.45 Uhr) hatten 189.000 Menschen den Aufruf geteilt, mehr als 6600 kommentierten ihn. Laut Hagener Polizei hatte der Beitrag binnen 40 Stunden mehr als elf Millionen Menschen erreicht.

Nicht nur Zustimmung

Einen aktuellen Anlass gab es nach Angaben Schäfers nicht für den Beitrag, für den es nicht nur Zustimmung gab. Was sei schlimm daran, wenn eine Mutter Fotos ihrer Kinder auf Facebook veröffentliche, fragte etwa eine Nutzerin unter dem Posting. "Jeder Mensch kann doch unsere Kinder sowieso sehen!"

Eine andere Nutzerin äußerte sich ähnlich: "Wenn ich im Schwimmbad bin, merke ich auch nicht, wenn ein Fremder Fotos von mir oder meinem Kind macht."

Wie sehr das Thema einen Nerv trifft, zeigt auch eine Umfrage dieses Onlineportals: Mehr als 1500 Menschen beteiligten sich bislang daran.

dpa/zys/wer

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