Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Digital Apple und Google verpflichten sich zu mehr Datenschutz
Nachrichten Digital Apple und Google verpflichten sich zu mehr Datenschutz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:48 23.02.2012
Nicht nur bei iPhones: Apple und Google müssen Datenschutz bei Apps verbessern. Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige
San Francisco

Apps für Smartphones und Tablets dürfen keine heimlichen Datensauger mehr sein. Die kalifornische Generalstaatsanwältin Kamala Harris setzte bei den sechs größten App-Store-Betreibern wie Apple und Google schärfere Datenschutz-Regeln durch. Davon würden auch Nutzer in anderen Ländern profitieren, betonte sie.

Harris verkündete am Mittwoch eine Vereinbarung mit Apple als Betreiber des App Store für iPhone und iPad, Google mit seiner Android-Plattform, Microsoft, dem Blackberry-Anbieter RIM, Hewlett-Packard sowie Amazon. Demnach müssen künftig alle Apps strengere Datenschutz-Standards erfüllen. Dazu gehört vor allem, dass der Nutzer darüber aufgeklärt wird, welche Daten von ihm gesammelt werden und was damit geschieht.

Anzeige

Bislang passiere dies nur in den seltensten Fällen, betonte Harris. Zudem müssen die Plattform-Betreiber einen Kanal für Nutzer-Beschwerden über mangelnden Datenschutz einrichten. In einem halben Jahr will sie mit den beteiligten Unternehmen über die bis dahin vorgenommene Umsetzung der neuen Vorgaben sprechen.

Erst kürzlich war aufgeflogen, dass die App des Online-Netzwerks Path die Adressbücher von iPhones anzapfte und die Daten zum Server des Unternehmens übertrug - ohne Wissen des Nutzers. Auch weitere Apps gerieten nachfolgend in Verruf. Apple kündigte an, den Zugriff auf Kontaktlisten künftig nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers zu ermöglichen.

Außerdem will das Weiße Haus die Datenschutz-Bestimmungen in den USA insgesamt verschärfen, die bislang deutlich lascher als etwa in Europa sind. Die Verbraucher sollen unter anderem mehr Kontrolle über ihre Daten bekommen. Außerdem sollen Unternehmen verpflichtet werden, nur solche Informationen abzugreifen, die für das Funktionieren ihrer Dienste notwendig sind. Dem „Wall Street Journal“ zufolge stimmten Internet-Schwergewichte wie Apple und Google bereits zu, Nutzern den Verzicht auf sogenannte „Tracking-Cookies“ zu ermöglichen - das sind Software-Elemente, mit denen ihr Weg im Internet nachverfolgt werden kann.

dpa

Mehr zum Thema
Digital Verkaufsstart in diesem Jahr - Google bringt High-Tech-Brille auf den Markt

Es klingt nach Science-Fiction, doch nach Informationen der „New York Times“ will Google in diesem Jahr tatsächlich eine Datenbrille auf den Markt bringen, die Informationen aus dem Netz einblenden kann.

22.02.2012

Neue Vorwürfe gegen Google: Nachdem der Suchmaschinenriese kürzlich beschuldigt wurde, die Datenschutz-Einstellungen des Browsers Safari ausgehebelt zu haben, springt nun auch Microsoft auf den Zug auf. Der Konzern wirft Google vor, auch die Privatsphäre im Internet Explorer zu umgehen.

21.02.2012

Die Gema verlangt von YouTube, zwölf geschützte Musikwerke von der Plattform zu löschen und zukünftig nicht mehr zugänglich zu machen. Die Entscheidung dürfte über diese Lieder - darunter „Rivers oft Babylon“ und „Ritmo de la noche“- hinaus eine große Tragweite haben, weil die Gema an Hand dieser Titel ein Exempel statuieren möchte.

22.02.2012
Digital Verkaufsstart in diesem Jahr - Google bringt High-Tech-Brille auf den Markt
22.02.2012
22.02.2012