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Digital Aufregung um Momo-Challenge: Keine Anzeichen für neue Videos
Nachrichten Digital Aufregung um Momo-Challenge: Keine Anzeichen für neue Videos
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22:21 01.03.2019
Auf YouTube soll wieder die sogenannte „Momo-Challenge“ kursieren. Was steckt dahinter? Quelle: Monika Skolimowska/ZB/dpa
Hannover

Eine furchterregende Figur namens Momo soll kleine Kinder über Kettenbriefe und in YouTube-Videos zu schrecklichen Taten anstiften. Die Kreatur drohe damit, dass etwas Schreckliches eintreten wird, sollten die Anweisungen nicht ausgeführt werden. Für einen kindlichen Geist eine enorme Drucksituation.

Doch stimmt das eigentlich? Gibt es diese Momo-Videos wirklich? Zuletzt soll die Figur sogar in Peppa Wutz Videos aufgetaucht sein. Stimmt nicht, berichten jetzt der „Guardian“ und die „BBC“. Es soll sich um einen Scherz gehandelt haben, der durch die mediale Berichterstattung erst Fahrt aufgenommen hat. Wir berichteten ebenfalls darüber.

YouTube: Keine Momo-Videos auf Plattform

Google reagierte auf den Momo-Hype in der Medienlandschaft: In einem offiziellen Statement weist YouTube darauf hin, dass es derzeit keine Videos entsprechenden auf der Plattform gebe. Momo sei zwar in Screenshots und in Thumbnails aufgetaucht, Anzeichen für eine erneute „Momo-Challenge“ gebe es aber nicht.

Die Wohltätigkeitsorganisation NSPCC berichtete dem „Guardian“, dass wegen der „Momo-Challenge“ mehr Anrufe von Journalisten eingegangen wären als von besorgten Eltern. Die Kinderschützer gehen sogar noch weiter: Die Berichterstattung über Momo sei gefährlicher als die Figur selbst.

Kinder würden dazu verführt werden, über Selbstverletzungen nachzudenken. Auch das „UK Safer Internet Center“ bezeichnete die weltweite Berichterstattung als „Fake News“.

Berichterstattung ruft Nachahmer auf den Plan

Der Onlinebranchendienst „Meedia“ kommt zu dem selben Schluss: Erst die Medien machen einen harmlosen Scherz ohne realen Hintergrund zur tatsächlichen Gefahr.

Viele Momo-Videos, die aktuell auf YouTube zu finden sind, scheinen diese These zu bestätigen. Alleine das Upload-Datum verrät, dass hier Nachahmer von der globalen Berichterstattung stimuliert und zur Momo-Challenge animiert wurden.

Wer löste die erneuten Momo-Gerüchte aus?

Die Gerüchte um diese geschmacklose Figur schwirren bereits länger im Netz herum. Der aktuelle Wirbel wurde laut „Guardian“ aber von einem einzelnen Post ausgelöst.

Eine besorgte Mutter teilte ihre Warnung in einer Facebook-Gruppe für die Bürger der englischen Stadt Westhoughton. Basierend auf Erzählungen ihres Sohnes, der von der Schule berichtete. Die Geschichte verbreitete sich viral auf der sozialen Plattform, wurde von einem Lokalblatt aufgenommen und überzog schließlich den Globus mit neuen Schlagzeilen über die wiederauflammenden Gefahren der „Momo-Challenge“.

Von RND/Alex Krenn

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