Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Digital Bei Whatsapp lauert Emoji-Abofalle
Nachrichten Digital Bei Whatsapp lauert Emoji-Abofalle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:26 19.11.2015
WhatsApp-Nutzer werden vor Nachrichten gewarnt, die ihnen animierte Emojis versprechen – dahinter verbirgt sich eine Abofalle. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Anzeige
Berlin

Whatsapp-Nutzer erhalten derzeit Nachrichten, die ihnen animierte Emojis versprechen. Wer den darin enthaltenen Anweisungen folgt und Links, Schaltflächen oder Bilder antippt, tappt in eine Abofalle, die sich mit zwölf Euro monatlich in der Handyrechnung niederschlägt, warnt der Verband der Internetwirtschaft (Eco) auf seinem Blog botfrei.de. Und das ohne Gegenleistung, denn animierte Emojis gibt es bei Whatsapp gar nicht.

Eco rät: Nachricht löschen

Wer also Nachrichten mit lustigen Bildern, Aufforderungen oder Sprüchen wie "Hol' dir den neuen animierten Smiley" oder "Sieh dir die neuen animierten Smileys für Whatsapp an, da schmeißt du dich vor lauter Lachen weg!" erhält, löscht diese am besten umgehend. Wer bereits in die Falle getappt ist, sollte bei seinem Mobilfunkanbieter eine Rückbuchung des Betrages veranlassen oder das Geld von seiner Bank zurückbuchen lassen, rät der Verband.

Anzeige

Neue Spam-Welle

Die Masche sei nicht neu, scheine für Kriminelle aber immer noch ein lukratives Geschäft zu sein, sagte Peter Meyer, Leiter von botfrei.de. Seine Kollegen und er hätten in den vergangenen Tagen eine Neue Welle von Nachrichten dieser Art entdeckt. Außerdem hätten sich Verbraucher hilfesuchend an sie gewandt.

Nach dem Schneeball-Prinzip

Das Gefährliche an der Masche ist: Die Kriminellen nutzen das Schneeball-Prinzip. Der Empfänger wird aufgefordert, die Nachricht an zehn Freunde weiterzuleiten – erst dann würden die animierten Smileys aktiviert, schreiben die Kriminellen. Die WhatsApp-Nutzer erhalten die Nachrichten also von bekannten Kontakten. Das Misstrauen sinkt dadurch.

Auf dem Blog haben Meyer und seine Kollegen den Screenshot einer Nachricht veröffentlicht. Sie betonen: "Es gibt keine animierten Emoticons für WhatsApp!"

Grundsätzlich sollte man in Chat- oder Kurznachrichten keine eingebetteten Links oder Buttons antippen, keine Nummern zurückrufen und natürlich keine Apps aus unbekannten Quellen herunterladen. Präventiv kann es sich den Experten zufolge auch lohnen, eine sogenannte Drittanbietersperre bei seinem Mobilfunkanbieter einrichten zu lassen. Dann können Dritte nichts mehr über die Mobilfunkrechnung abrechnen.

dpa/wer

18.11.2015
Digital Spott für Innenminister - Do it like de Maizière!
18.11.2015
18.11.2015