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Digital Bundestag schafft den Routerzwang ab
Nachrichten Digital Bundestag schafft den Routerzwang ab
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21:05 06.11.2015
Nahaufnahme eines WLAN-Routers: Künftig kann der Verbraucher selbst entscheiden, welches Gerät er verwendet. Quelle: Armin Weigel dpa
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Berlin

Verbraucher in Deutschland können künftig selbst entscheiden, mit welchen Routern sie ins Internet gehen. Der Bundestag beschloss am Donnerstagabend einstimmig die Abschaffung des sogenannten Routerzwangs. Bislang konnten Internet-Provider ihre Kunden zwingen, bei der Einwahl ins Netz eine bestimmte Hardware zu verwenden. Das hatte – auch aus Sicherheitsgründen – jahrelang für Kritik gesorgt.

Politiker verteidigen Beschluss

Die Abschaffung wird zu einem verstärkten Wettbewerbsdruck führen, bei dem sich die besten Produkte durchsetzen, erklärten Fachvertreter der Unions-Fraktionen im Bundestag. Dies wirke auch der Gefahr flächendeckender Sicherheitslücken entgegen. "Verbraucher- und Datenschutz steigen dadurch quasi automatisch."

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Anbieter von Breitband-Internetanschlüssen konnten ihren Kunden bislang vorschreiben, welche Router sie benutzen. Sie definierten die Geräte einfach als Teil ihres Netzes, über das allein sie verfügen dürfen. Das neue Gesetz definiert nun aber die Anschlussdose an der Wand als "Netzabschlusspunkt" und lässt damit den Kunden die freie Wahl, welchen Router sie benutzen möchten.

Bundesrat kann Gesetz nur verzögern

Widerstand gegen die Neuregelung regt sich dagegen im Bundesrat, weil mehrere Kabelnetzbetreiber wie UnityMedia die Reform ablehnen. Die Länderkammer kann das Gesetz allerdings nicht stoppen, sondern allenfalls verzögern.

dpa

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