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Digital Campingkochtopf lädt das Handy auf
Nachrichten Digital Campingkochtopf lädt das Handy auf
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17:21 10.01.2015
Die Firma Power Practical zeigt bei der CES ihren Campingkochtopf, der beim Kochen Strom zum Aufladen mobiler Geräte erzeugt. Quelle: dpa
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Las Vegas

CES-Schwerpunkte aus der Elektronik-Branche waren in diesem Jahr die Vernetzung verschiedenster Geräte sowie der Vormarsch der neuen TV-Technik Ultra-HD für schärfere Bilder. Vor allem die deutschen Autobauer Daimler und Audi sorgten zudem mit ihren selbstfahrenden Wagen für Aufsehen.

Ungewöhnliche CES-Gadgets

Holz-Touchscreen: Der dänische Hifi-Spezialist Bang & Olufsen zeigte in Las Vegas etwas scheinbar unmögliches - eine Touch-Fernbedienung aus Holz. Man kann damit per Tippen die Musik-Wiedergabe starten und anhalten sowie mit Bewegungen in einer runden Rille die Lautstärke verändern. Für den Effekt wurde die massive Eichenholz-Platte unter den Bedienelementen ausgehöhlt, hinter der verbliebenen dünnen Schicht stecken zwölf Touch-Sensoren. „Wenn wir vorher gewusst hätten, wie kompliziert das wird, hätten wir es vielleicht seingelassen“, sagt Entwickler Lyle Clarcke.

Kochtopf mit Ladegerät: Wer in freier Natur seine Zelte aufgeschlagen hat, muss auch mal sein Telefon aufladen. Dafür gibt es zwar Batteriepacks - aber den Gründern des Startups Power Practical fiel noch eine andere Energiequelle ein. Ihre „PowerPot“-Kochtöpfe haben am Boden eine Zwischenschicht, die Strom aus Wärme erzeugt. Jedes Mal, wenn man etwas kocht, kann also nachgeladen werden. Mit offenem Feuer funktioniere es am besten, sagte Mitgründer Paul Slusser.

Fühlen bei Gegensteuerung: Auf der diesjährigen CES experimentieren mehrere Firmen mit Gesten-Steuerung. Im Gegensatz zu Schaltern und Touchscreens fehlt der Hand bei der Methode allerdings das Gefühl, etwas zu berühren. Das britische Startup Ultrahaptics hat eine Lösung für dieses Problem entwickelt. Wenn man die Hand über die Platte aus 256 Ultraschall-Parksensoren hält, ist so etwas wie ein Luftzug spürbar. Je näher man den Sensoren kommt, desto stärker der Widerstand. Das gibt den Sinnen eine Orientierung bei den Bewegungen. Man wolle die Idee unter anderem der Autoindustrie anbieten, sagte Firmenchef Steve Cliffe.

Imre Grimm 08.01.2015
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