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Digital 16 Millionen Online-Konten geknackt
Nachrichten Digital 16 Millionen Online-Konten geknackt
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18:33 21.01.2014
Von Frerk Schenker
Kriminelle haben sich die Login-Daten von Millionen E-Mail-Konten beschafft. Quelle: dpa
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Bonn

Kriminelle haben sich die Zugangsdaten von Millionen Online-Konten beschafft. Das BSI warnt davor, das die Daten von rund 16 Millionen kompromittierten Benutzerkonten aufgetaucht sind. Die Datensätze enthielten meist eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Betroffen sein können neben E-Mail-Konten auch die Zugänge zu Onlinediensten wie Shoppingseiten oder sozialen Netzwerken.

Die Behörde hat am Dienstagvormittag die Webseite https://www.sicherheitstest.bsi.de ins Netz gestellt. (Hinweis: Die Testseite ist derzeit nicht problemlos zu erreichen, weil die Server überlastet sind). Hier lässt sich mit wenigen Klicks überprüfen, ob das eigene Online-Konto geknackt worden ist. Die eingegebene Adresse wird dabei vom BSI mit den Daten aus den Botnetzen abgeglichen. Ist das Online-Konto betroffen, wird an die angegebene Adresse automatisch eine entsprechende Nachricht geschickt. Diese enthält Tipps, was der Nutzer jetzt tun sollte. 

Weil die Kriminellen die Passwörter vermutlich über Schadprogramme ausgespäht haben, sollten betroffene Nutzer ihre Rechner umgehend von Schädlingen säubern. Das BSI rät dabei zur kostenlosen Software PC-Cleaner von Avira. Anschließend sollten Nutzer alle Passwörter ändern, die bei Internetdiensten verwendet werden. Das BSI empfiehlt dies auch für Konten, bei denen die betroffene E-Mail-Adresse nicht als Login genutzt wurde. Hier erklären wir, wie Sie ein sicheres Passwort erstellen.

Entdeckt wurde der großflächige Identitätsdiebstahl bei der Analyse von Botnetzen durch Forscher und Staatsanwaltschaft. Da viele Internetnutzer die Login-Daten ihrer Mail-Konten auch für andere Internetdienste wie Onlineshops oder soziale Netzwerke verwenden, wurden die Daten dem BSI zur Verfügung gestellt, um die Betroffenen zu warnen. Botnetze sind Netzwerke gekaperter Computer, die oft ohne das Wissen der Nutzer mit Schadsoftware infiziert wurden. Kriminelle benutzen die Zombie-Rechner beispielsweise, um massenhaft ungewollte E-Mails zu versenden. Weil die Staatsanwaltschaft noch ermittelt, machte das BSI keine Angaben zur Quelle der Daten und dem Zeitpunkt der Entdeckung.

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