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Digital Erst nachdenken, dann twittern
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17:10 21.12.2013
Der folgenreiche Tweet von Justine Sacco - dokumentiert von Twitter-Nutzer @alexhundo Quelle: twitter.com/alexhundo
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Hannover

Ein Tweet mit Folgen: „Going to Africa! Hope I dont't get AIDS. Just kidding. I'm white!“ ("Ich fliege nach Afrika. Hoffe, ich bekomme kein Aids. Nur Spaß. Ich bin weiß!"), schrieb Medienfrau Justine Sacco am Morgen des 20. Dezembers von London aus. Kurz vor ihrem dienstlichen Flug nach Südafrika. Sacco ist Kommunikationsdirektorin bei InterActiveCorp (IAC). Match.com, Vimeo, Ask sowie die Datingwebseite blackpeoplemeet.com gehören zu dem Unternehmen.

Sie steigt ins Flugzeug. Ohne Internet. Und bekommt nicht mit, dass ihr idiotischer Tweet in Windeseile retweetet, kommentiert und kritisiert wird. Es findet sich schnell der Hashtag #HasJustineLandedYet („IstJustineschongelandet“) und eine digitale Kritikwelle beginnt.Es werden Scherze gemacht, sie wird angegriffen und gar schon mal über einen Kinofilm über einen "Tweet mit Folgen" nachgedacht.

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Quelle: twitter.com/jason

Noch während sie im Flieger sitzt, nimmt IAC ihr Profil von der Webseite und distanziert sich: "Das ist ein unverschämter und beleidigender Kommentar, der nicht die Ansichten und Werte von IAC repräsentiert." Im Internet kursiert das Gerücht, sie sei zudem sofort gekündigt worden.

Inzwischen ist das Profil von Justine Sacco bei Twitter gelöscht. Ob ihr Twitter-Account eventuell gehackt wurde, ist nicht bekannt.

sup

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