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Digital Facebook schafft nervigen Spam-Schutz ab
Nachrichten Digital Facebook schafft nervigen Spam-Schutz ab
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20:13 28.10.2015
Künftig wird der Nutzer informiert, sobald er von einem unbekannten Absender angeschrieben wurde. Es soll deshalb nicht mehr vorkommen, dass eine Nachricht übersehen wird. Quelle: Facebook
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Menlo Park/Hannover

Facebook will es seinen Mitgliedern einfacher machen, mit anderen Nutzern des Netzwerkes in Kontakt zu treten. Das Unternehmen schafft dafür den Postfach-Ordner "Sonstiges" ab – viele kennen ihn wahrscheinlich nicht einmal. Dort landen bisher die Nachrichten von Absendern, die nicht mit dem Empfänger befreundet sind. Dadurch sollen die Nutzer vor unerwünschten Mitteilungen und Spam geschützt werden.

Das Problem daran ist: In "Sonstiges" landet eben nicht nur Spam. Dort treffen auch Nachrichten ein, die der Empfänger vielleicht gerne lesen würde. Allerdings wird er nicht darüber informiert, dass ihm ein Unbekannter geschrieben hat. Der Ordner lässt sich außerdem nur in der Web-Ansicht aufrufen. Dafür muss der Nutzer links oben auf das Facebook-Symbol klicken, das Postfach aufrufen und dann in "Sonstiges" wechseln. Es kommt also nicht selten vor, dass Nachrichten von nicht befreundeten Nutzern übersehen werden.

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Künftig erscheint ein Hinweis

Das soll sich ändern. Damit die Nachricht eines Absenders im Postfach landet, muss der Nutzer künftig nicht mehr mit ihm befreundet sein – es reicht, wenn er mit ihm bereits eine Unterhaltung geführt hat oder wenn er die Handy-Nummer des anderen in seinem Telefonbuch gespeichert hat.

Falls das nicht der Fall sein sollte, wird der Empfänger anders als bisher darüber informiert, dass eine Nachricht eingetroffen ist. Das Netzwerk veröffentlichte Screenshots davon, wie es aussehen soll: Demnach erscheint im Postfach an oberster Stelle ein Hinweis, dass der Nutzer angeschrieben wurde "von jemanden, den Du vielleicht kennst". Und dieser Hinweis erscheint künftig auch auf dem Smartphone.

Nachricht kann ignoriert werden

Der Messenger solle dadurch zu einem Ort werden, an dem der Nutzer jeden erreichen könne, mit dem er sich unterhalten wolle. Er müsse nur noch den Namen einer Person kennen, um mit ihr in Kontakt zu treten, erklärte Facebook-Manager David Marcus auf seiner Seite. "Vergesst Telefonnummern!"

Wenn sie dagegen von jemandem angeschrieben würden, mit dem sie sich nicht unterhalten wollen, könnten sie seine Anfrage ignorieren, ohne dass er darüber informiert werde. Trotzdem sollen die Nutzer weiterhin so selten wie möglich von Spam behelligt werden, versprach Marcus.

Eine von mehreren Neuerungen

Die Bedeutung der neuen Funktion – Facebook nennt sie "Message Request" – möge klein erscheinen, meinte der Facebook-Manager. Es handle sich aber um eine grundlegende Änderung. Sie soll nach und nach bei allen Mitgliedern des Netzwerkes ankommen.

Es ist nicht die einzige Neuerung auf Facebook: Das Unternehmen hat auch die Suchfunktion überarbeitet. Dadurch sollen auch Beiträge auffindbar werden. Wenn Nutzer das nicht wollen, müssen sie ihre Datenschutz-Einstellungen überprüfen – wie es funktioniert, steht hier.

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