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Nachrichten Digital Französische Karikaturisten gegen Pegida
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12:11 12.01.2015
Eine Karikatur des französischen Künstlers Frederic Deligne ist Teil einer Aktion von französischen und frankophonen Karikaturisten, die sich gegen die islamfeindliche Bewegung Pegida stellen. Quelle: dpa - Frederic Deligne
Dresden

Französische und französischsprachige Karikaturisten werfen der islamfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden vor, die Terroranschläge in Frankreich "auf zynische Art und Weise" auszuschlachten. Auf ihrer zweisprachigen Facebook-Seite, die seit Montagmorgen online ist, fordert die Gruppe "Karikaturisten gegen Pegida" die Dresdner Bürger auf, für Toleranz, Weltoffenheit und gegen Hass und Islamfeindlichkeit einzustehen.

Französische und französischsprachige Karikaturisten werfen der islamfeindlichen Pegida-Bewegung auf ihrer Facebook-Seite vor, die Terroranschläge in Frankreich für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Zu den Unterzeichnern der Aufrufs gehört auch ein Gründungsmitglied und Zeichner des angegriffenen Satiremagazin "Charlie Hebdo".

Zu den Unterzeichnern der Aufrufs gehört auch der niederländische Karikaturist "Willem" - Gründungsmitglied und Zeichner bei dem französischen Satiremagazin "Charlie Hebdo". Er überlebte, weil er während der Anschläge im Zug nach Paris saß. "Wir, die französischen und frankophonen Zeichner, sind entsetzt über die Ermordung unserer Freunde. Und wir sind angewidert, dass rechte Kräfte versuchen, diese für ihre Zwecke zu instrumentalisieren", heißt es in dem Aufruf. Eine der Karikaturen zeigt etwa eine Hyäne und einen Aasgeier, die aus dem Terroranschlag Kapital schlagen wollen.

Am Sonntag waren es elf Unterzeichner. "Es kommen immer noch neue hinzu", erklärte ein Sprecher. Gut ein Dutzend Karikaturen sind mittlerweile online zu sehen. Anhänger der Pegida-Bewegung wollten am Montagabend wieder bundesweit auf die Straße gehen - erstmals nach den Terroranschlägen von Paris. Bereits am Donnerstag hatten 200 Karikaturisten, Cartoonisten und Comiczeichner aus dem deutschsprachigen Raum ihre Anteilnahme und Solidarität mit der Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" bekundet.

dpa

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