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Digital Google geht auf Tauchstation
Nachrichten Digital Google geht auf Tauchstation
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21:50 27.09.2012
Ausblick mit Schildkröte: Google-Nutzer können vom heimischen Bildschirm aus abtauchen. Quelle: Google
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Hannover

Meeresbiologen der australischen Universität Queensland in Brisbane hatten zuvor gemeinsam mit Google und dem Versicherer Catlin eine Unterwasserkamera entwickelt, mit der sie Bereiche des weltberühmten Riffs filmten. Die Panorama-Aufnahmen sollen Teile des Unesco-Weltnaturerbes vor allem für Forscher aus aller Welt navigierbar machen.

Interessierte können bereits jetzt, in der Pilotphase vor der Insel Heron Island, einen virtuellen Tauchgang unternehmen. Per Mausklick lässt sich die Unterwasserwelt dreidimensional unter die Lupe nehmen. Eine Satellitenkarte zeigt an, an welchem Punkt des Riffs der Benutzer unterwegs ist – das Projekt funktioniert also im Prinzip wie Google Street View, nur eben unter Wasser. Der Clou ist die High-Tech-Kamera, ein Torpedo-ähnliches Gerät mit drehbarem Kopf an der Spitze. Dieser ist mit vier Panoramakameras bestückt, die alle vier bis sechs Sekunden Bilder ihrer Umgebung schießen. Ein batteriebetriebener Propeller dient als Antrieb. Innerhalb der kommenden zwölf Monate sollen so mehr als 50.000 Panoramabilder an über 20 Orten des Riffs entstehen. Von der Kombination mit Positionsdaten von Riffbewohnern wie Tigerhaien oder Mantarochen, die Biologen mit GPS-Peilsendern ausstatten, erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über das Wanderverhalten der Tiere – und wie der Klimawandel dies beeinflusst.

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Weitere Panoramabilder hat Google von der Unterwasserwelt der phillippinischen Insel Apo und der Hanauma Bay nahe Hawaii veröffentlicht. Auch im Molokoni-Krater im Korallenriff vor Maui können Google-Nutzer ab sofort auf Tauchgang gehen.

Von Martina Wengierek und Frerk Schenker