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09:23 18.02.2016
Apple-Chef Tim Cook widersetzt sich der Aufforderung, dem FBI beim Knacken eines iPhones zu helfen. Google und WhatsApp unterstützen ihn. Quelle: Tobias Hase/dpa
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Mountain View

Google-Chef Sundar Pichai warnte, die Forderung an ein Unternehmen, das Hacken von Geräten und Daten seiner Kunden zu ermöglichen, "könnte ein besorgniserregender Präzedenzfall werden" und die Privatsphäre von Nutzern verletzen. Er hoffe auf eine bedachte und offene Diskussion zu dem Thema, schrieb Pichai in einer Serie von Tweets in der Nacht zum Donnerstag.

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Der Gründer des Kurzmitteilungsdienstes WhatsApp, Jan Koum, stärkte Apple-Chef Tim Cook noch unmissverständlicher den Rücken. "Wir dürfen diesen gefährlichen Präzedenzfall nicht zulassen", betonte er in einem Facebook-Eintrag. Heute gehe es um die Freiheit. WhatsApp wurde vor rund zwei Jahren für 22 Milliarden Dollar von Facebook übernommen, Koum führt den Dienst weiter.

http://www.apple.com/customer-letter/ - I have always admired Tim Cook for his stance on privacy and Apple's efforts to...

Gepostet von Jan Koum am Mittwoch, 17. Februar 2016

Am Mittwoch hatte Apple-Chef Tim Cook angekündigt, dass sich das Unternehmen gegen die gerichtliche Anordnung wehren werde, dem FBI das Entsperren des iPhones eines toten Attentäters zu ermöglichen. Würde Apple die geforderte Software entwickeln, entstünde damit auch generell eine "Hintertür" ins iPhone, argumentiert Cook (seinen offenen Brief finden Sie hier).

Weiße Haus erhöht Druck auf Apple

Der Fall könnte politisch heikel für Apple werden: Es geht um das Telefon von Syed Rizwan Farook, der gemeinsam mit seiner Frau Anfang Dezember 14 Menschen im kalifornischen San Bernardino erschoss.Das Weiße Haus erhöhte am Mittwoch den Druck auf Apple. Die Bundespolizei FBI verlange nicht die Schaffung einer Hintertür für seine Produkte, stellte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Josh Earnest, klar. Die Anfrage des FBI betreffe nur ein einziges iPhone.

Earnest sagte, der Präsident halte den Schutz der Privatsphäre und der bürgerlichen Freiheiten in den USA hoch. In diesem Fall gehe es aber "um eine viel begrenztere Frage". Das FBI und die Justiz könnten sich bei ihren Ermittlungen zu dem islamistischen Anschlag von San Bernardino "voll" auf die Unterstützung durch das Weiße Haus verlassen.

dpa/afp

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