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Digital Kiki-Challenge: Polizei warnt vor Internethype
Nachrichten Digital Kiki-Challenge: Polizei warnt vor Internethype
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18:16 06.08.2018
Der Song „In My Feelings“ von Drake verleiht der Kiki-Challenge ihren Namen.
Der Song „In My Feelings“ von Drake verleiht der Kiki-Challenge ihren Namen. Quelle: Charles Sykes/AP
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Hannover

Nach der Ice-Bucket-Challenge und der Mannequin-Challenge ist nun die Kiki-Challenge dran. Dabei laufen die Teilnehmer neben einem fahrenden Auto her – wohlbemerkt ohne Fahrer. Das scheint schon auf den ersten Blick keine gute Idee zu sein. Trotzdem erfreut sich die Kiki-Challenge zunehmender Beliebtheit und die Teilnehmer versuchen, sich mit kreativen Umsetzungen zu überbieten.

Auch Superstar Will Smith hat eine eigene Interpretation der Kiki-Challenge veröffentlicht, die schon mehr als 18 Millionen Menschen gesehen haben. Glücklicher Weise verzichtet Smith auf das Auto, das Ergebnis ist aber nicht weniger beeindruckend.

Fails, also missglückte Videos, sind immer Garanten für viele Klicks. So auch bei der Kiki-Challenge. Dabei kann es aber schnell sehr gefährlich werden.

Menschen laufen gegen Straßenlaternen:

Stolpern beim Aussteigen aus dem Auto:

Oder werden sogar angefahren:

Die Grenzen zwischen echten Videos und gefälschten sind fließend. Viele der Instagram-Nutzer oder YouTuber nutzen die Challenge auch, um vor den Gefahren eben dieser zu warnen. So hat zum Beispiel eine junge US-Amerikanerin einen Sturm des Entsetzen ausgelöst, als sie ein Video postete, das zeigte, wie sie beim Tanzen von einem Auto erfasst wird. Das Video wurde millionenfach geteilt, viele glaubten, es sei echt, bis es schließlich als Fälschung erkannt wurde. Seinen warnenden Effekt verfehlt es damit aber nicht.

Auch die Polizei Osnabrück warnt jetzt mit einem Facebook-Video vor den Gefahren der Kiki-Challenge. Denn die sei alles andere als harmlos. Mit dem Hinweis „Bringt euch selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr!“ verweisen die Osnabrücker Polizisten auf 32.000 Verkehrsunfälle im Jahr 2017.

Ihren Namen hat die Kiki-Challenge (in den USA auch #kekechallenge genannt) von dem Song „In My Feelings“ des kanadischen Rappers Drake. Daher ist das Phänomen auch als #inmyfeelingschallenge bekannt. In einer Textzeile heißt es: „Kiki, do you love me?“ Die Tanzbewegungen soll der Comedian Shiggy ins Leben gerufen haben.

Mittlerweile gibt es aber auch viele Videos, bei denen der Beifahrer aus dem Auto steigt oder einfach auf dem Feld oder im eigenen Zimmer getanzt wird. Vielleicht nicht ganz so spektakulär – aber auch jeden Fall um einiges sicherer.

Von Vanessa Casper/RND