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Digital Karte zeigt Falschmeldungen über Flüchtlinge
Nachrichten Digital Karte zeigt Falschmeldungen über Flüchtlinge
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14:59 11.02.2016
Erfundene Raubüberfälle, Vergewaltigungen, Diebstähle: Die HOAXmap zeigt Falschmeldungen über Flüchtlinge. Quelle: HOAXmap
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Leipzig/Hannover

Das Gerücht hält sich hartnäckig: In einem Flüchtlingsheim in Hannover wurde angeblich eine Frau vergewaltigt und getötet. Dabei hat die Polizei schon mehrmals klar und deutlich gesagt: "Es hat kein Tötungsdelikt in einer Flüchtlingsunterkunft gegeben." Und: "Bei diesen Meldungen handelt es sich also um einen Hoax". Als Hoax wird im Internet eine Falschmeldung bezeichnet.

HOAXmap verlinkt auf Richtigstellung

Auf Facebook und anderen Internetseiten verbreiten sich solche Gerüchte rasend schnell – und es scheinen immer mehr zu werden. Wie viele es mittlerweile sind, zeigt eine neue Karte im Internet: Die Leipzigerin Karolin sammelt auf HOAXmap die Gerüchte und verlinkt auf Berichte, in denen die Falschmeldungen richtig gestellt werden.

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Einige Beispiele für Falschmeldungen (Quelle: HOAXmap):

  • Landshut: Stadt bezahlt teure Markenkleidung für Geflüchtete
  • Edling: Geflüchtete erhalten eigenen Putzservice
  • Roth: Eigenes Bordell für Flüchtlinge eröffnet
  • Bremen: Land verteilt Bordellgutscheine an Geflüchtete
  • Schwerin: Geflüchtete schlachten und verspeisen Pferd

Die Falschmeldungen hat Karolin über Suchmaschinen und den Kurznachrichtendienst Twitter gefunden. Die Karte sei sicherlich nicht vollständig, sagt sie, werde aber nach und nach erweitert – auch mit Hilfe der Nutzer: Nachdem die HOAXmap am Montag online gegangen ist, habe sie "unglaublich viele Hinweise" auf weitere Gerüchte erhalten, sagte Karolin der "Leipziger Volkszeitung". Innerhalb weniger Tage ist die Zahl der Einträge deshalb auf 200 gestiegen.

"Heutzutage gibt es an jeder virtuellen Straßenecke Gerüchte über Flüchtlinge, die gefühlt an Intensität zugenommen haben, deshalb habe ich mich entschlossen, das Projekt zu machen", erklärte die Hoax-Sammlerin. "Weil es immer mehr Gerüchte werden und es schwer fällt, sie noch zu überblicken, musste jetzt die Karte her", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung".

"Nicht alle sind Überzeugungstäter"

Die Leipzigerin hofft, dass sich die Falschmeldungen durch die Karte nicht mehr so schnell verbreiten. "Nicht alle, die den Gerüchten auf den Leim gehen, sind Überzeugungstäter", sagte sie. "Wir hoffen, dass sich einige von Fakten überzeugen lassen und ihre Meinung überdenken."

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