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Digital Taxi-App vermittelt nur gut riechende Fahrer
Nachrichten Digital Taxi-App vermittelt nur gut riechende Fahrer
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06:58 13.11.2015
Motorradtaxis gibt es in Indonesien als einfache Motorräder und in der Drei-Sitzer-Variante. Die sogenannten "Ojeks" sind in der überfüllten Zehn-Millionen-Stadt Jakarta allgegenwärtig. Quelle: Mast Irham
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Jakarta

Es ist wie immer heiß und stickig in der indonesischen Hauptstadt. Am späten Nachmittag setzt der Feierabendverkehr ein, bis die Blechlavinen die Straßen komplett verstopfen. Nur Motorradtaxis bieten einen schnellen Transport, da sie sich durch die stehenden Autos schlengeln. Dabei müssen sich die Fahrgäste eng an den Fahrer schmiegen. Berührungsängste sind daher fehl am Platz. Wenn der Taxifahrer auch noch übel riecht, wird der ohnehin schon ungemütliche Heimweg zur Horrorfahrt.

Beschwerden von Kunden

Eine neue App setzt gegen das Geruchsproblem an. Die Motorradtaxi-App UberJEK, die übrigens nicht mit dem US-Fahrdienstanbieter Uber zusammenhängt, verspricht keine Fahrer mit Körpergeruch einzustellen. Alle Angestellten müssten sich zunächst einem entsprechenden "Test" unterziehen. Hintergrund sind nach Angaben von App-Gründer Aris Wahyudi häufige Beschwerden von Kunden.

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"Sorry – aber wenn Sie ein Problem mit Achselschweiß haben, können Sie kein UberJEK-Fahrer sein", heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Zu sehen ist dazu ein Bild, das einen Mann zeigt, der einem anderen unter die Axel riecht – ob es sich dabei um eine Veranschaulichung des Einstellungstests handelt, ist nicht ersichtlich. Mit seiner Initiative hofft UberJEK jedenfalls auf ein Alleinstellungsmerkmal in einem überfüllten Markt.

Fahrer geraten ins Schwitzen

So existieren bereits zahlreiche Apps, die mit Sonderservices locken – wie etwa mit weiblichen Fahrern für Kundinnen. Motorradtaxis sind in Jakarta als "Ojeks" bekannt und in der überfüllten Zehn-Millionen-Stadt allgegenwärtig. Die Fahrer geraten angesichts langer Arbeitszeiten in der tropischen Hitze nicht selten ins Schwitzen. Die App soll im kommenden Jahr an den Start gehen.

afp

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