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Digital Muslime wehren sich gegen Terrorverdacht
Nachrichten Digital Muslime wehren sich gegen Terrorverdacht
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19:12 16.11.2015
Den Hashtag #NotInMyName schreiben junge Muslime auch nach den Anschlägen von Paris wieder auf Plakate. Quelle: Screenshot
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London

Die Nachrichtenlage in Paris war noch unklar, die Behörden hatten noch nicht bestätigt, dass es sich bei den Attentätern um IS-Mitglieder handelte, da fühlten sich Muslime schon dazu verpflichtet, sich von den Geschehnissen zu distanzieren.

Muslime weltweit distanzieren sich

Mittlerweile hat sich der Hashtag #NotInMyName in den Sozialen Netzwerken weit verbreitet. Überall auf der Welt nutzen ihn Muslime, um Solidarität mit den Opfern von Paris zu zeigen und um zu betonen, dass das Töten Unschuldiger nichts mit der Religion zu tun hat, an die sie glauben.

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Auch ein Youtube-Video kursiert, in dem junge britische Muslime gegen den IS protestieren, indem sie Schilder mit dem Hashtag in die Kamera halten:

Das Video wurde allerdings schon am 21. September 2014 veröffentlicht, der Hashtag existierte also schon lange vor den Anschlägen in Paris. Auslöser für die Kampagne waren die Enthauptungen der beiden britischen Entwicklungshelfer David Haines und Alan Hemming.

"Der Islam lehrt Liebe"

Die Londoner Initiative Active Change Foundation hatte das Projekt angeregt und junge Muslime gebeten, mit einem Schild in der Hand zu sagen, warum der IS nicht ihren Glauben vertritt. "Der Islam lehrt Frieden, Respekt und Liebe", heißt es auf der Webseite des Projekts, "Sagt dem IS, dass sie nicht in eurem Namen morden dürfen." Eine halbe Million Internetnutzer hat das Video bisher gesehen.

Schon nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Januar 2015 wurde der Hashtag #NotInMyName genutzt, nach den Anschlägen von Paris hat seine Verwendung noch deutlich zugenommen. In Deutschland hielt sich der Hashtag zeitweise sogar in den Trends.

Dennoch gibt es auch Nutzer, die in der Aktion ein bestürzendes Zeichen sehen:


isc

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