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Digital "NBA 2K12" ist der Basketball-Champion
Nachrichten Digital "NBA 2K12" ist der Basketball-Champion
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18:32 19.10.2011
Der virtuelle Dirk Nowitzki in Aktion: Nicht einmal Chris Bosh und LeBron James können "Dirkules" aufhalten. Quelle: 2K Sports
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Basketball-Fans haben es momentan schwer. Nach der grandiosen Saison 2010/11, die die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki gewonnen haben, fallen in der kommenden Saison auf jeden Fall die ersten beiden Spielwochen wegen des Lockouts aus. Vor dem 15. November wird es also definitiv keine neuen NBA-Matches geben. Die gute Nachricht für Basketball-Fans: „NBA 2K12“ kann die Lücke zumindest virtuell füllen. Das Spiel, das gerade für Xbox360, PlayStation 3 und PC erschienen ist, wurde gegenüber dem sehr guten Vorgänger an einigen Stellen verbessert – und ist damit das beste Basketball- und vielleicht sogar das beste Sportspiel, das derzeit erhältlich ist.

Kernstück von „NBA 2K12“ ist der „Mein Spieler“-Modus. Darin wird ein Spieler mit zahlreichen Einstellungen von der Spielposition über das Aussehen bis hin zu den Wurfbewegungen erstellt und anschließend in einem Rookie-Spiel aufs Parkett geschickt. Je nachdem, wie erfolgreich das Spiel verläuft, laden einige Vereine zum Interview ein, bevor man „gedraftet“, also von einer Mannschaft ausgewählt wird. Nun gilt es, seine Fähigkeiten im Training und den anfangs spärlichen Einsatzminuten zu verbessern, denn das ultimative Ziel des Spielers ist die Aufnahme in die „Hall of Fame“ – und bis dahin ist es ein langer Weg.

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Die Steuerung in „NBA 2K12“ schafft es wie kaum ein anderes Sportspiel Zugänglichkeit und Komplexität zu vereinen. Wer einfach nur laufen, passen und werfen möchte, hat die Steuerung mit wenigen Knöpfen schnell verinnerlicht. Profis nutzen dagegen den neuen Post-Modus, bei dem der Spieler mit dem Rücken zum Korb steht und sich mit Körpereinsatz gegen seine Verteidiger durchsetzt, oder geben Spielzugkommandos. Auch komplizierte Dunks oder Würfe wie Dirk Nowitzkis berüchtigter Fadeaway-Jump-Shot sind mit Tastenkombinationen möglich.

Darüber hinaus gibt es im „Association“-Modus die Möglichkeit, eine Mannschaft zum Titel zu führen, wobei man sich auch um Trainer- und Manageraspekte kümmern kann. Und natürlich verfügt „NBA 2K12“ über einen Mehrspielermodus – entweder an einer Konsole oder via Internet.

Basketball-Enthusiasten werden sich freuen, dass in „NBA 2K12“ der Legenden-Modus ausgeweitet wurde. Statt nur Stationen aus Michael Jordans Karriere nachspielen zu können, gibt es nun 14 weitere Basketball-Legenden, von Kareem Abdul-Jabbar über Larry Bird bis Magic Johnson, die in einem Klassiker-Spiel gesteuert werden können. Die Präsentation der Begegnungen ist wunderbar authentisch: Das Spiel von Bill Russell aus den fünfziger Jahren schimmert in schwarz-weiß über den Monitor, die Übertragungen in den siebziger und achtziger Jahren erscheinen in etwas verwaschenen Farben.

Die Inszenierung ist aber auch in den aktuellen Spielen hervorragend: Anmoderation, Kamerafahrten und das Publikum vermitteln das Gefühl, einer Basketball-Übertragung zuzuschauen. Die Animationen während des Spiels sind lebensecht, nur in den Wiederholungen fallen einige abgehackte Bewegungen und einige nicht gut getroffene Gesichter der Profis auf. In vielen Sportspielen sind die Kommentatoren der größte Kritikpunkt – bei „NBA 2K12“ ist das Gegenteil der Fall: Kevin Harlan, Steve Kellogg und Steve Kerr kommentieren das Spiel auf englisch mit zahlreichen Anekdoten, Hintergrundinfos und bei gelungenen Spielzügen mit Begeisterung und tragen damit ebenso wie der Hip-Hop-lastige Soundtrack zur tollen Atmosphäre bei. Bei dem vergleichsweise günstigen Preis ist „NBA 2K12“ damit ein Pflichtkauf für Basketball- und Sportfans.

NBA 2K12“ gibt es für Xbox360, PlayStation 3 und PC. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und kostet zwischen 30 und 45 Euro.

jhf