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Nachrichten Digital Das ist die neue Zentrale von Facebook
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18:14 01.04.2015
Von Stefan Koch
Die neue Firmenzentrale von Facebook in Menlo Park. Quelle: dpa
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Washington

Die unfertige Atmosphäre ist Konzept: "Unser Team soll spüren, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, um die Menschen dieser Welt miteinander zu vernetzen", sagt Firmenchef Mark Zuckerberg. Auf das große Ziel gibt es überraschend einfache Antworten: Star-Architekt Frank Gehry schuf ein Großraumbüro in XXL-Format. Mehrere tausend Menschen sollen unter einem - grünen - Dach möglichst unkompliziert miteinander kommunizieren können, um neue Ideen zu generieren. Wände und abgeschlossene Räume wirken dabei nach Meinung der Bauherren eher störend.

Die Fotos, die einige Mitarbeiter über die sozialen Medien veröffentlichen, sind bemerkenswert: In einigen Bereichen erinnert das Riesenbüro mit seinen schrillen Farben, Sitzkissen und Bergen an Spielbällen an Kindertagesstätten. Alles, was die Kreativität der Softwareentwickler fördern könnte, scheint erlaubt. Nur wenn man genau hinschaut, fällt auf, dass die konkreten Arbeitsplätze recht karg ausgestattet sind: Die Tüftler sitzen so eng beieinander, dass sie sich zwischen ihren Computern die Hand reichen können. Die Schreibtische sind relativ klein und lassen sich leicht verschieben - um schnell unterschiedlichste Konferenzräume schaffen zu können.

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Tatsächlich bleibt die Frage unbeantwortet, ob 2800 Mitarbeiter in einem Raum hoch konzentriert arbeiten können - oder ob all der Trubel nicht eher ablenkt. Fest steht, dass die Architektur als Aussage verstanden werden soll: Facebook habe eine Mission, betont Zuckerberg, und die Mitarbeiter stünden in einem Prozess, der gerade erst seinen Anfang erlebe. Um dieses Gefühl zu transportieren, habe er sich auch für eine möglichst einfache, fast spartanische Struktur entschieden.

Prachtvoll ist dagegen der Außenbereich: Über eine breite und geschwungene Treppe erreichen die Mitarbeiter den Dachgarten, der einem Stadtpark ähnelt und zum Spazierengehen einlädt.
Auch für Gehry, der unter anderem mit dem Bau des Guggenheim-Museums im spanischen Bilbao berühmt wurde, war die Konzeption eine Herausforderung: "Das Gebäude soll ganz bewusst rauh und robust wirken", so der 86-jährige Planer, der für seine kühnen Entwürfe zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Dazu Gehry: "Es ist eine Art Industriebau. Das Projekt erinnert mich an meine allerersten Arbeiten."

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