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Digital Neues Wii-Rollenspiel vom Großmeister
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09:42 05.03.2012
Screenshot aus "The Last Story"
Held Zael bekommt es in "The Last Story" mit riesigen Gegnern zu tun. Quelle: Nintendo
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Hannover

Hironobu Sakaguchi scheint sehr auf das Ende fixiert zu sein. Mit dem Titel „Final Fantasy“ hatte der Spieledesigner im Jahr 1987 die Firma Square vor dem Bankrott bewahrt. Nun soll „The Last Story“ dem darbenden Genre der japanischen Rollenspiele neues Leben einhauchen – und wohl auch eines der letzten großen Spiele für Nintendos Wii werden.

In dem mittelalterlich angehauchten Fantasy-Rollenspiel schlüpft der Spieler in die Rolle des jungen Söldners Zael. Das Kaiserreich Lazulis wird von Monstern bedroht, und der Held und seine sympathischen Mitstreiter wittern die Chance, in den Ritterstand erhoben zu werden, indem sie das Land von der Plage befreien.

Besonders innovativ ist die Handlung von „The Last Story“ also nicht – die Kämpfe dagegen umso mehr: Nähert sich Zael einem Gegner, so greift er ihn automatisch an. Vorher sollte man sich bei größeren Auseinandersetzungen jedoch in der Vogelperspektive einen Überblick über das Schlachtfeld verschaffen, Deckungsmöglichkeiten suchen oder Schwachstellen in der Levelarchitektur aufdecken – dann können etwa Brücken, auf denen Gegner lauern, mit Magie zum Einsturz gebracht werden. Der Held kann mit seiner Armbrust aus der Ferne angreifen oder in den Nahkampf ziehen. Durch das Blocken, Parieren und den Einsatz von Spezialangriffen verlaufen die Kämpfe sehr dynamisch. Dazu verfügt der Held über den so genannten Fokus-Angriff. In diesem Modus zieht er die Aufmerksamkeit aller Feinde auf sich, damit seine Mitstreiter besser attackieren oder Zauber wirken können. Damit unterscheidet sich das Kampfsystem von „The Last Story“ von anderen japanischen Rollenspielen, in denen die Aktionen meist nur ausgewählt und nicht aktiv durchgeführt werden müssen.

Ein weiteres Highlight des Spiels ist die überaus stimmige Präsentation. Grafisch holt „The Last Story“ das Maximum aus der technisch mittlerweile angestaubten Wii heraus, übertroffen wird das noch von der Musik, die von dem bekannten Spielekomponisten Nobuo Uematsu („Final Fantasy“) stammt. Dazu kommen die zahlreichen aufwendig inszenierten Zwischensequenzen, die mit einer sehr guten englischen Sprachausgabe vertont wurden – auch wenn die Dialoge teils sehr pathetisch sind.

Mit „The Last Story“ beweist Großmeister Sakaguchi, dass er das Genre immer noch bestens beherrscht. Fans von japanischen Rollenspielen werden mit dem Titel mehr als 30 Stunden sehr gut unterhalten.

„The Last Story“ gibt es für die Wii. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet etwa 40 Euro.

jhf

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