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Notfall-Funktionen am Handy: So können Smartphones Leben retten

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10:36 20.09.2019
Mit Hilfe des Smartphones lässt sich in gefährlichen Situationen Hilfe rufen. Quelle: dpa

Ob in der Bahn, im Auto oder Zuhause: Das Smartphone befindet sich bei den meisten Menschen stets in Greifweite. Das kann vor allem bei Unfällen oder medizinischen Notfällen besonders hilfreich sein, denn über das mobile Gerät lassen sich wichtige Informationen übermitteln. Neben den Smartphone-Herstellern, die ihre Geräte mit entsprechenden Funktionen ausstatten, haben sich auch App-Entwickler über Notfallversorgung und Sicherheit Gedanken gemacht.

Notfall-Modus bei iPhones und Android-Geräten

Android-Smartphones ab der Version 5.0 bieten ihren Besitzern einen digitalen Notfallassistenten. So richten Sie die Funktion ein: Öffnen Sie die Kategorie "System" in der App "Einstellungen". Hier befindet sich der Menüpunkt "Notfallassistent". Nun aktivieren Sie die genannten Funktionen. Unter "wichtige Kontakte" können vier Nummern hinterlegt werden, an die der Notruf per SMS verschickt wird. Der Notruf wird durch dreimaliges Drücken auf den Power Button automatisch versendet. Es gibt zudem die Möglichkeit, Bilder und eine Audioaufnahme zu verschicken. Die Empfänger der Nachricht erhalten außerdem den Standort des Absenders. Über die Android-Notruf-Funktion informiert Google hier ausführlich.

Beim iPhone lässt sich der Notfall-Modus durch fünfmaliges Drücken des Standby-Buttons aktivieren. Anschließend taucht im Menü der Punkt "Notruf SOS" auf. Wischen Sie den Regler nach links, im Anschluss erscheint ein Countdown von fünf Sekunden mit Signalton. Wird der Vorgang nicht abgebrochen, wird automatisch die lokale Notrufzentrale alarmiert. In den "Einstellungen" und über die Health-App können Sie zudem weitere Kontakte hinterlegen, die über den Notfall und den Standort informiert werden. Dies funktioniert auch, wenn die Ortungsdienste deaktiviert sind. Auch über eine Änderung des Standortes werden die Notfallkontakte informiert. Über seine Notruf-Funktion informiert Apple hier ausführlich.

Lesen Sie hier: Wie gut ist die EKG-Funktion der Apple Watch?

Notfallpass bereit halten

Sowohl iOS- als auch Android-Geräte verfügen mittlerweile über die Möglichkeit eines Notfallpasses. Mithilfe dieser digitalen Gesundheitskarte können Smartphone-Besitzer beispielsweise Sanitäter und Ärzte schnellstmöglich über ihren medizinischen Hintergrund informieren. Auf dem iPhone lässt sich der Pass über die "Health"-App verwalten. Hier können neben Informationen über Medikationen, Erkrankungen und Blutgruppe auch die Notfallkontakte bearbeitet werden. Bei Android-Smartphone gelangen Sie über den Sperrbildschirm auf "Notfall" und schließlich zu den "Notfallinformationen", in denen ebenfalls wichtige medizinische Daten hinterlegt werden können.

Nützliche Apps für den Notfall

Als Alternative für die Notfall-Funktionen am Smartphone bieten Apps ähnliche Dienste an. So gibt es etwa die Anwendungen "Google Vertrauenswürdige Kontakte", die im Notfall den Standort übermittelt. Allerdings benötigen die wichtigen Kontakte dafür ein Google-Konto.

Darüber hinaus bietet die App "Mobile Lebensretter" weitere Funktionen an und soll Menschen in Notsituationen miteinander verbinden. Über den "Hilfe"-Button wird bei Lebensgefahr die 112 gewählt. Zudem werden fünf weitere Nutzer der App, die sich in der Nähe des Hilfsbedürftigen aufhalten, als Ersthelfer über den Alarm informiert. Der Button "Angst/Gefahr" soll Menschen helfen, die sich unterwegs allein oder bedroht fühlen. Zunächst werden vier weitere Nutzer als Helfer alarmiert, zudem wählt die App eine hinterlegte Nummer. Auch wird ein lauter Warnton abgespielt.

Lesen Sie hier: Erste Hilfe: Herzdruckmassage notfalls ohne Beatmung

Die App der Deutschen Herzstiftung versorgt Ersthelfern mit wichtigen Informationen zu Herzerkrankungen und soll Laien anweisen, wie man sich in Notfällen wie einem Herzinfarkt oder Herzstillstand verhält. In der App können Helfer beispielsweise die Symptome einer betroffenen Person angeben und erhalten dann wichtige Hinweise etwa zur Herzdruckmassage.

Über Gefahrenlagen und Notsituationen aller Art informiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz in seiner App NINA. Der Nutzer gibt seinen Wohnort an und erhält von Behörden und dem Deutschen Wetterdienst aktuelle Warnungen etwa über Hochwasser, Großbrände und Bombenfunde. Auch über Gefahren wie terroristische Bedrohungen wird informiert. Dazu finden sich in der App Informationen über das richtige Verhalten in der jeweiligen Situation.

Achtung: In keinem Notfall sollten Sie sich allein auf die Hilfe Ihres Smartphones verlassen, wählen Sie immer auch den Notruf.

Von Mila Krull/RND

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