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Digital Null Sterne für den toten Diktator
Nachrichten Digital Null Sterne für den toten Diktator
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15:30 23.08.2013
Von Frerk Schenker
„Leider dürfen wir den so nicht zeigen." Quelle: Vimeo/Tobias Haase
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Eigentlich könnte sich Mercedes über dieses Video glücklich schätzen: Ein blitzsauberer Wagen rollt in bester Werbeoptik durch eine weichgezeichnete Landschaft, als plötzlich zwei Kinder mitten auf der Straße auftauchen. Der Mercedes – er stoppt, natürlich rechtzeitig. Dank des automatischen Bremssystems aus dem Hause Daimler. So weit die Werbebotschaft. Hätte Tobias Haase, Student an der Filmakademie in Ludwigsburg, an dieser Stelle seiner Abschlussarbeit Schluss gemacht, man wäre in Stuttgart wohl ziemlich erfreut gewesen. Tolle Werbung für das Konzernflaggschiff.

Doch Haase und sein Team drehten noch ein paar Sekunden weiter – und fielen bei Mercedes prompt durch. „Leider dürfen wir den so nicht zeigen. Wir arbeiten an einer neuen Version“, schreibt Haase auf seiner Webseite über die Originalfassung. Mercedes sei nicht davon überzeugt, dass diese Werbung für den Konzern vorteilhaft sei. Gleich mehrere Hinweise haben die Filmemacher deshalb in das Video eingebaut, dass dies ein unautorisierter Spot sei.

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Denn was Haase und sein Team in den letzten Sekunden des Films zeigen, ist schwarzer Humor ein Reinform, wie man ihn eher von den Briten kennt. Die Zeitreise, als die der Film angelegt ist, findet ausgerechnet im österreichischen Braunau statt, dem Geburtsort von Adolf Hitler. Und sie endet mit der Frage, was eigentlich passiert, wenn intelligente Autos ihren eigenen Willen entwickeln. Die Pointe, so befand man jedenfalls bei Daimler, ist alles andere als politisch korrekt.

Um nicht zu viel zu verraten: Sehen Sie selbst.

MCP from dath - Tobias Haase on Vimeo.

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