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Digital Schwere Sicherheitslücke in Java entdeckt
Nachrichten Digital Schwere Sicherheitslücke in Java entdeckt
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15:30 29.08.2012
Die Sicherheitslücke wird dazu genutzt, den Trojaner Poision Ivy zu installieren. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Bonn

Die jetzt entdeckte Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, über manipulierte Webseiten Schadsoftware auf Rechner zu schleusen – betroffen ist die aktuelle Java-Version 7 für alle Betriebssysteme und alle gängigen Internetbrowser. Das Java-Plug-in sollte in den Einstellungen des Browsers deaktiviert werden, wenn es nicht benötigt wird, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Schwachstelle wird bereits gezielt für Angriffe ausgenutzt, berichtet heise security. Dabei sei der Trojaner Poision Ivy installiert worden. Wann die Lücke gestopft wird, ist noch nicht bekannt – das nächste reguläre Update will Java-Anbieter Oracle erst am 16. Oktober veröffentlichen.

Experten raten ohnehin dazu, Java im Browser ganz zu deinstallieren. Klicken Sie dafür bei Firefox auf „Extras“ und dann auf „Add-ons“. Dort können Sie das jewelige Plug-in deaktivieren oder ganz entfernen. Bei Google Chrome versteckt sich diese Funktion hinter dem Werkzeugschlüssel, dort müssen Sie dann auf „Extensions“ klicken. Opera-Nutzer finden das Java-Plug-in unter „Erweiterungen“. Eine Anleitung zum Deaktivieren des Plug-in im Safari-Browser finden Sie hier.

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Nutzer des Internet Explorers sollten besondere Vorsicht walten lassen. Experten von heise security berichten, dass die Deaktivierung nicht ganz fehlerfrei läuft und raten deshalb, Java über die Systemsteuerung zu deinstallieren. Um sicher zu gehen, dass Java erfolgreich deaktiviert wurde, hat heise eine Java-Testseite ins Netz gestellt.

Nachtrag: In einer ersten Version des Artikels hatte es geheißen, dass nur Windows-Rechner betroffen seien. Mittlerweile wurde die Warnung auf Apple-Rechner ausgeweitet.

frs/dpa

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