Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Digital „Security Expo“: IT-Experte gibt Tipps zum Schutz vor Cyberangriffen
Nachrichten Digital

„Security Expo“: IT-Experte gibt Tipps zum Schutz vor Cyberangriffen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:32 14.09.2019
Buchstaben und Zahlen leuchten auf einem Bildschirm, auf dem ein Hackerwerkzeug läuft. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Hannover

Auf dem schwarzen Bildschirm rasen grüne Buchstaben vorbei, dann ist IT-Experte Ralf Wildvang schon drin im fremden Computer. Nun zeigt der Screen des Hacker-PCs den gleichen Inhalt wie der, in den er soeben eingedrungen ist. „Jetzt sitze ich Ihnen quasi auf dem Schoß, kann auf alles zugreifen: die Kamera, E-Mails, das Mikrofon", erklärt Wildvang. Vor etwa 200 Zuschauern zeigt er, dass auch seriös aussehende E-Mails von Telefonanbietern das Werk von Cyberkriminellen und die Mail-Anhänge gefährlich sein können. Und bei der einen Demonstration soll es nicht bleiben: Auf der „Security Expo" will der IT-Experte Menschen fit für die Sicherheit im Netz machen.

Smartphones, Tablets und Laptops sollten geschützt werden

„Öffnen Sie niemals einen Link aus Ihrem E-Mail-Postfach heraus", rät der Experte. Kriminelle könnten sich Mail-Adressen problemlos im sogenannten Darknet, einem verborgenen Teil des Internets, kaufen und dort auch Hacker mieten. Wildvang betont zudem, wie wichtig es ist, auch Smartphones und andere Geräte zu schützen. „Was nicht absicherbar ist, ist der Mensch", scherzt er.

Mehr zum Thema: Hackerangriff: Mit diesen Tipps schützen Sie sich

Ein manipulierter USB-Stick kann Präsentationen und Rechner ruinieren

Das Problem sei allerdings ernst: Vor allem im Zug sehe er häufig offene Laptops, auf denen Präsentationen für Unternehmen vorbereitet würden. Mit einem Handgriff zeigt er, wie ein manipulierter USB-Stick den Rechner und die Präsentation ruinieren kann. Zig schwarze Fenster öffnen sich nacheinander. „Die können Sie nie wieder alle schließen", sagt Wildvang. „Passen Sie deshalb auch mit USB-Sticks auf, die Sie als Werbegeschenk bekommen haben."

Hackerangriffe auf Behörden sind keine Seltenheit

Aber nicht nur private Nutzer können Opfer von manipulierten Sticks und E-Mails werden. Auch Angriffe auf Behörden sind keine Seltenheit. Ein Beispiel dafür liefert Niedersachsens Innenministerium, das in diesem Jahr fast 90 Attacken auf Rechner der Landesbehörden registriert hat. Nach Angaben einer Sprecherin waren es im gesamten Vorjahr 107 Angriffe. Kriminelle Banden und ausländische Geheimdienste könnten hinter den Angriffen stecken. Die Daten von Bürgern seien allerdings nicht auf Arbeitsrechnern gespeichert und deshalb von den Attacken nicht betroffen. „Wir sehen uns für die Landesverwaltung in Summe gut geschützt", sagte die Sprecherin.

Auch interessant: Wikipedia lahmgelegt: Angreifer wollten neue Werkzeuge ausprobieren

Vorsicht bei der Nutzung von öffentlichem WLAN

Dinge wie der Behördengang, das Einkaufen oder die Reisebuchung werden heute immer häufiger digital erledigt. Damit geraten massenweise – teils sensible – persönliche Daten in den digitalen Raum. Und die sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen bares Geld wert.

Ralf Wildvang appelliert an seine Besucher, Betriebssystem und Virenscanner aktuell zu halten und zwölfstellige Passwörter zu wählen: „Um das zu knacken, brauchen Werkzeuge Jahrzehnte." Zum Vergleich: ein sechsstelliges Passwort knackt der IT-Experte vor den Augen der Zuschauer in zweieinhalb Minuten.

Lesen Sie auch: So sieht ein sicheres Passwort aus

RND/dpa

Entgegen einiger Prognosen fahren bis heute keine Robotertaxis durch die Städte. Obwohl viele Firmen Tag für Tag selbstfahrende Testautos auf die Straße schicken, ist die Technik immer noch nicht marktreif. Was verhindert die Weiterentwicklung?

14.09.2019

Die wenigsten Frauen freuen sich über ein willkürliches Penis-Foto von einem Fremden. Um den Spuk zu beenden, arbeitet jetzt eine junge Entwicklerin aus Seattle an einer Software, die Nutzerinnen vor anstößigen Bildern schützt. Und um den Algorithmus zu optimieren, benötigt sie Referenzmaterial.

13.09.2019

Instagram ist oberflächlich. Alle Influencerinnen sind reich, ohne zu arbeiten, und lassen sich von Firmen kaufen. Klischees über die Fotoplattform und ihre Nutzer gibt es viele. Zu Recht?

13.09.2019