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Stiftung Warentest: E-Scooter-Apps sammeln zu viele Daten

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05:02 25.09.2019
Häufiges Ärgernis im Großstadtverkehr: E-Scooter. Quelle: Christoph Hardt/Imago Pictureds/Future Image
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Hannover

Sie sind der Hit des Jahres in deutschen Großstädten: E-Scooter. Geradezu lawinenartig haben die kleinrädrigen Elektroroller die Metropolen erobert. Die Stiftung Warentest hat die E-Scooter von Circ, Voi, Lime und Tier getestet. Dabei wurde nach drei Hauptkriterien (Scooter, App und Datensendeverhalten) gewichtet. Für alle Anbieter gilt das generelle Urteil der Warentester: E-Scooter sind noch kein alternatives Verkehrsmittel, sondern immer noch "Event-Verkehr", also vornehmlich für Touristen und um es einmal auszuprobieren.

Auch als ökologische Alternative fallen die Roller nach Meinung der Tester noch aus. Zu "energie- und ressourcenaufwendig" in der Herstellung und in der Logistik rund um den Verleih (Wiederaufladung der Akkus beziehungsweise. Einsammeln der Fahrzeuge) seien die Scooter noch.

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Außerdem wurde bei allen Anbietern bemängelt, dass die Apps zu viele und für die Funktion der App nicht relevante Daten über den Fahrer wie etwa dessen Mobilfunkanbieter übermittelten. Zwar funktionierten sie ohne Standort- oder Zahlungsinfos nicht, die Apps übermittelten aber auch zahlreiche Daten, mit denen das Smartphone des Nutzers identifiziert werden kann. "Wir halten das für überflüssig, da die Anbieter zu Identifikation bereits Handynummern oder E-Mail-Adresse abfragen", so die Tester.

Bestes Fahrverhalten bietet Tier

Gesamtsieger beim Fahrverhalten wurde das Berliner Start-up "Tier", die informativste App hat Lime. Die Kalifornier sind allerdings auch der teuerste unter den vier verglichenen Anbietern – und gleichzeitig diejenigen, deren Scooter mit am schlechtesten in puncto Stabilität abschnitten.

Perspektivisch allerdings seien E-Scooter durchaus eine Alternative im Stadtverkehr. Die Stiftung Warentest zitiert in der Oktober-Ausgabe ihres Magazins Alexander Jung von der Denkfabrik "Agora Verkehrswende": "Aus eigener Kraft können die Roller das aber nicht schaffen. Ihr Erfolg hängt davon ab, wie die Städte ihre Verkehrsinfrastruktur insgesamt gestalten.“

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Von Daniel Killy/RND

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