Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Digital So trauert das Netz mit Paris
Nachrichten Digital So trauert das Netz mit Paris
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:50 16.11.2015
In den sozialen Netzwerken ist die Anteilnahme an den Pariser Terroranschlägen groß. Quelle: Screenshot/Instagram
Anzeige
Hannover

Auch drei Tage nach den Terroranschlägen an insgesamt sechs Orten in Paris herrscht Betroffenheit. Auf Facebook und Twitter zeigen die Nutzer ihr Mitgefühl und ihre Verbundenheit. Profilbilder werden in den Farben der Trikolore gefärbt, Hashtags werden vergeben, Bilder, Videos und Karikaturen geteilt.

Die französische Hauptstadt hat die schlimmste Terrornacht seit dem Krieg erlebt. Frankreich ist im Ausnahmezustand - auch das Netz trauert. Künstler und andere User teilen ihrs Solidarität durch Karikaturen und Zeichnungen mit.

Deutsche Prominente äußern sich schockiert über die Geschehnisse in Paris. So auch Komiker Otto Waalkes. Bei Facebook teilte der 67-Jährige die Zeichnung eines weinenden "Ottifanten" vor dem Eiffelturm. Dazu schreibt er: "Liebe Freunde, meine Show im ZDF heute Abend wird verschoben. Wir sind alle viel zu erschüttert."

Anzeige

"Ich sitze hier gerade in völliger Fassungslosigkeit", postet Kabarettist Oliver Kalkofe. Der 50-Jährige kann nicht begreifen, "warum und aus welchem Grund auch immer Menschen wo auch immer wann auch immer sich auf den Weg machen, andere Menschen zu verletzen oder zu töten, um sie dadurch von der Logik ihres jeweiligen Glaubens-/Politik-/Menschenbilds zu überzeugen."

Auch sein Profilbild hat Kalkofe, wie viele andere Nutzer sozialer Netzwerke, in die französischen Nationalfarben getaucht. Neben dem von dem französischen Künstler Jean Jullien gezeichneten Friedenszeichen, das zum Symbol des Gedenkens geworden ist, stellen auch viele andere Künstler ihre Karikaturen ins Netz. Viele davon appellieren an den Zusammenhalt. Johann Sfar, einer der Karikaturisten des Satiremagazins "Charlie Hebdo" twitterte einen Appell: "Freunde aus aller Welt, Danke, dass ihr für Paris betet (#PrayForParis), aber wir brauchen nicht mehr Religion! Wir glauben an Musik! Küsse! Leben! Champagner und Freude! Paris steht für Leben (#ParisIsAboutLife)".

are

Mehr zum Thema

Als Zeichen gegen den Terror: Die deutsche Fußball-Nationalelf wird am Dienstag beim Länderspiel in Hannover gegen die Niederlande antreten. Wir beantworten nach dem Terroranschlag in Paris die wichtigsten Fragen zur Partie.

19.11.2015

Nach den Terrorangriffen hat die französische Luftwaffe die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien massiv angegriffen. Die Bombardements richteten sich gegen die IS-Hochburg Al-Rakka. Premierminister Valls hat am Montagmorgen gesagt, dass die Terroranschläge von Syrien aus geplant worden seien.

16.11.2015
Meinung Terror in Paris - Ein gemeinsamer Feind

Der Kampf gegen den Terror muss mit einem Kampf gegen Missverständnisse beginnen. Allzu lange pflegten Linke wie Rechte falsche Vorstellungen. Pazifisten glaubten, wenn man den „Islamischen Staat“ nur ja in Ruhe lasse, werde man seinerseits in Frieden leben können. Auf höhnische Art hat der IS dies widerlegt. Ein Leitartikel von Matthias Koch.

18.11.2015
19.11.2015
13.11.2015
Digital Polizei durchsucht Wohnungen - Razzia wegen Hass-Kommentaren im Netz
12.11.2015