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Nachrichten Frollege bis Busenfreundin – diese Freundschaftsformen gibt es
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18:55 30.07.2018

Frollege bis Busenfreundin – diese Freundschaftsformen gibt es

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KOLLEGEN: „Frollegen“ nennen Sozialforscher Freunde am Arbeitsplatz. Für Betriebsklima und Leistung gilt das als günstig, so lange Frollegen sich nicht abschotten - oder zerstreiten. In einer repräsentativen Umfrage gab 2017 rund die Hälfte der deutschen Berufstätigen an, im Job Freundschaften fürs Leben geschlossen zu haben. Bleibt nicht doch immer ein bisschen Konkurrenz? „Kollegenfreundschaften sind oftmals sehr intensiv, wenn der Beruf als Berufung erlebt wird“, sagt Krüger. Denn mit Kollegen verbringe man mehr Zeit als mit dem Partner. Und der Gesprächsstoff gehe auch nie aus. „Konkurrenz ist aber natürlich ein Thema.“ Vor allem, wenn es um gesellschaftliche Anerkennung oder um beruflichen Aufstieg geht. „Freundschaft verträgt sich nicht mit Macht.“

Quelle: dpa-tmn

PARTEIFREUNDE: Die sarkastische Steigerung „Freund, Feind, Parteifreund“ wird dem ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) zugeschrieben. Zur Zeit steht vor allem das Verhältnis zwischen Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) unter öffentlicher Beobachtung. „Wir wissen, wie wichtig gute freundschaftliche Beziehungen in der Politik sind“, sagt Psychologe Krüger. Die Hälfte des politischen Erfolges sei der Stimmung in persönlichen Bindungen geschuldet. „Deshalb ist es verhängnisvoll, wenn Politiker nicht mehr miteinander reden können.“

Quelle: dpa

SCHULFREUNDE: Soziale Netzwerke werben dafür, alte Schulfreunde wieder auszugraben. Hat das Sinn, wenn man sich über Jahrzehnte aus den Augen verloren hat? „Schulfreundschaften sind deshalb so intensiv, weil man sich viele Jahre jeden Tag sieht und ähnliches erlebt. Das schafft eine Vertrautheit, die oftmals noch nach Jahren durch gemeinsame Erinnerungen aktiviert werden kann“, sagt Krüger. Aber wenn dann nicht neue Erlebnisse hinzukämen oder intensive Gespräche geführt würden, bleibe es bei einer reinen Erinnerungskultur

Quelle: Christian Schwier - stock.adobe.com
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