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Kultur Das plant der Knabenchor Hannover für 2019
Nachrichten Kultur Das plant der Knabenchor Hannover für 2019
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12:58 11.01.2019
Große Erwartungen: Mitglieder des Knabenchors Hannover. Quelle: Daniel Boedeker
Hannover

Wirklich geliebt hat Händel diesen Ort vermutlich nicht. In einen Schaffensrausch ist er während seiner kurzen Zeit als hannoverscher Hofkapellmeister jedenfalls nicht gefallen: Es ist nicht belegt, was und ob überhaupt er hier komponiert hat. Trotzdem ist die Vorstellung verlockend, sich den Komponisten im Galeriegebäude in Herrenhausen, in dem er vermutlich selbst aufgetreten ist, bei der Arbeit vorzustellen.

Der Knabenchor Hannover spinnt diese Vorstellung nun zu einem musikhistorischen Nachspiel weiter: Bei den Konzerten am 16. und 17. Februar in der Galerie wird Händel von dem ehemaligen niedersächsischen Regierungssprecher Franz Rainer Enste dargestellt – und kann so gleichsam persönlich von seinen Erlebnissen in Hannover berichten. Dazu erklingen die größten (in England entstandenen) Hits des Komponisten: Begleitet vom Barockensemble Musica Alta Ripa gibt es Auszüge aus dem „The Messiah“, aus „Judas Maccabeus“, „Israel in Egypt“ und „Zadok the Priest“. Chorleiter Jörg Breiding kann außerdem auf eine prominente Solistin bauen: Die britische Sopranistin Joanne Lunn arbeitet regelmäßig mit John Eliot Gardiner, Roger Norrington, Phillippe Herreweghe und anderen Alte-Musik-Größe.

Nach einer Konzentration auf geistliche Barockmusik in den vergangenen Jahren wendet sich der Knabenchor 2019 wieder der weltlichen Musik zu: Im Zentrum der Arbeit steht dabei eine Musikrichtung, die man lange Heino und singenden Bundespräsidenten überlassen hat – der Chor setzt in diesem Jahr ganz auf deutsche Volkslieder. Damit tritt er sogar erstmals beim Masala-Festival im Pavillon auf. Am 15. Mai präsentieren die Sänger einen Vorgeschmack ihrer neuen Versionen von „Kein schöner Land“ und anderen alten Weisen: Die traditionellen deutschen Lieder kehren als Weltmusik auf die Konzertbühne zurück.

In voller Pracht ausgearbeitet ist dieses Programm am 1. Juli zu erleben. Für das Volkslieder-Konzert im Kuppelsaal ist dann auch das Ensemble Canadian Brass mit von der Partie. Die fünf Blechbläser gehören zu den weltweit Besten ihrer Zunft und sorgen als prachtvolle Begleiter für zusätzliche Aufmerksamkeit. So kann der Chor das ungewöhnliche Programm auch bei wichtigen Festivals wie dem Rheingau Musikfestival vorstellen.

Mit Gastspielen entfaltet der Knabenchor in diesem Jahr ohnehin einigen Glanz: Er wird mit eigenen Programmen bei den renommierten Bach-Festspielen in Arnstadt und Halle auftreten und ist auch mit dabei, wenn der Dirigent Marc Albrecht im Februar den Einsatz zu Gustav Mahlers „Sinfonie der Tausend“ im altehrwürdigen Saal des Concertgebouws in Amsterdam gibt.

Musikalischer Alltag dürften dagegen die traditionellen Adventskonzerte sein: Die finden in diesem Jahr vom 12. bis zum 14. Dezember in der Marktkirche statt.

Karten für das Volkslieder Konzert im Kuppelsaal am 1. Juli und die Händel-Auftritte am 16. Februar, 20 Uhr, und 17. Februar, 16 Uhr, in Herrenhausen gibt es unter Telefon (0511) 12 12 33 33.

Von Stefan Arndt

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