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Kultur Katie Melua verzaubert Publikum im Kuppelsaal
Nachrichten Kultur Katie Melua verzaubert Publikum im Kuppelsaal
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00:15 28.11.2018
Katie Melua wurde mit dem Lied „Nine Million Bicycles“ weltweit bekannt. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Das kann ja heiser werden: Sängerin Katie Melua tritt trotz Kehlkopfentzündung im hannoverschen Kuppelsaal auf. Aber sie braucht dann doch nur Sekunden, die die britisch-georgische Sängerin braucht, um die 3000 Menschen im ausverkauften Konzertsaal zu bezaubern.

Die georgisch-britische Sängerin trat in Hannover im Kuppelsaal auf.

Auch etwas heiser bleibt ihre Stimme außergewöhnlich und faszinierend weich, wie die 34-Jährige mit dem Traditional „Tu Ase Turpa Iyavi” unter Beweis stellt, das sie auf Georgisch, ihrer Muttersprache, singt. Aber es sind natürlich die bekannten Stücke der Pop-Sängerin, die das Publikum ersehnt. „Nine Million Bicycles”, das Lied das sie vor 15 Jahren weltberühmt machte, spielt Melua bereits am Anfang des Konzertes, als wolle sie es aus dem Weg haben und Raum schaffen für ihr feierliches Winterprogramm. Auf einer Leinwand hinter Melua zeichnen sich seichte Schneelandschaften ab, immer wieder flimmern weiche, dicke Flocken durch das Bild.

Katie Melua singt von der perfekten Welt, Träumen aus Feuer und Spinnennetzen. Gleich mehrere Weihnachtslieder interpretiert sie neu und macht sie sich mühelos zu Eigen – eine Fähigkeit, die sich durch ihre gesamte Karriere zieht. Als 19-Jährige und frische Absolventin der Brit School of Performing Arts debütierte sie 2003 mit ihrem bislang berühmtesten Cover „Closest Thing To Crazy“ – ihr Durchbruch.

„In Winter” heißt eines ihrer selbstproduzierten Alben – aufgenommen hat es Melua vor zwei Jahren im georgischen Gori, mit dem gleichnamigen Frauenchor. Nun hat Ketevan Melua, wie die zierliche Sängerin eigentlich heißt, die eigenen Stücke, Coverversionen und klassischen, georgischen Lieder neu arrangiert und wieder auf die Bühne gebracht und parallel dazu mit „Ultimate Collection” ein Best-Of-Album veröffentlicht.

Zauberhaft und hypnotisierend

Begleitet wird Melua auf ihrer aktuellen Tour von den herausragenden Stimmen des Gori Women’s Choir. Die Britin feiert ihr insgesamt 18-köpfiges Ensemble sowie die Schlichtheit und Reinheit der Arrangements, begleitet ihre eigene, sanfte Stimme auf der Akustikgitarre und scheint das Publikum damit fast zu hypnotisieren. Dass der kranken Melua bei den hohen Tönen von „The Flood“ schließlich die Stimme wegbricht, verzeiht ihr das Publikum bereitwillig und schenkt ihr zum Dank für ihre leichte und weihnachtliche Performance nur zu gerne Ovationen im Stehen. Später am Abend folgt „Maybe I dreamt it“. Und es fühlt sich an, als sei das möglich, als hätten wir diesen zauberhaften Auftritt nur geträumt.

Von Tomma Petersen

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