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Kultur Swiss und die Andern feiern Punkrock-Party im Capitol
Nachrichten Kultur Swiss und die Andern feiern Punkrock-Party im Capitol
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12:58 27.10.2018
Abriss mit Swiss und die Andern im Capitol. Quelle: Samantha Franson
Hannover

„Habt ihr Bock, in den nächsten zwei Stunden einen Scheiß auf alles zu geben?“, fragt Frontmann Swiss zu Konzertbeginn ins Publikum. Die Antwort ist ein überdeutliches und bierseeliges Ja. Und so beginnt eine Punkrock-Party, bei der nach wenigen Minuten eine süßliche Dunstglocke aus Bier und Schweiß bei tropischen Temperaturen durch das Capitol wabert. Schnell entledigen sich Band und Teile des Pogo tanzenden Publikums ihrer Oberteile. Einen Scheiß geben – kein Problem. Swiss und die Andern haben mit ihrem Genre-Mix aus Punkrock und Hip-Hop mit deutschen Texten mit gesellschaftspolitischen Inhalten einen Nerv getroffen.

Punkrock-Party im Capitol: Swiss und die Andern waren in Hannover zu Gast.

„No Future“, das nihilistische Gründungsmotto des Punk, haben Swiss und die Andern eine positive Ableitung verpasst: Die Gegenwart ist schwierig – es gilt Schlimmeres zu verhindern: Gesellschaftliche Spaltung, Nationalismus, Kapitalismus. Die Band besingt, dass man nie alleine ist und nicht aufgeben soll. Das ist nicht neu, scheint jedoch dem Publikum, dass Größtenteils Anfang der 20-er-Jahre rangiert, eine Herzensangelegenheit zu sein. Die Band singt mit einer Einfachheit und Hoffnung, wie man sie aus den Fankurven von Fußballstadien kennt: Eingängig, unverschnörkelt und selbstanfeuernd.

Das könnte den Erfolg der Band erklären: Ihr drittes Album heißt passend „Rebellieren für die Liebe“ und stieg Ende August auf Platz 2 der Charts ein. Das Konzert in Hannover wurde schon vor Wochen vom Musikzentrum ins größere Capitol verlegt. So oder so: Eine Punkrock-Party kann überall gefeiert werden. Hauptsache man ist nicht allein.

Von Manuel Behrens

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