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Kulturnachrichten Forscher bewertet Nofretete neu
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13:03 24.08.2012
Nofretete im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel. Quelle: Rainer Jensen
Berlin

A. Schlögl (80) sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Sie war nicht nur die attraktive Frau an der Seite Echnatons, die dessen Umsturz passiv miterleben musste. Sie war vielmehr - das belegen jene Quellen, Inschriften aus der Tempelanlage Karnak - auch treibende Kraft der kulturpolitischen Revolution ihrer Zeit."

Schlögl hat zu seinen Erkenntnissen gerade eine neue Nofretete-Biografie veröffentlicht. Dafür habe er die Inschriftenfunde aus Karnak neu übersetzt und interpretiert, sagte er. "Man kann Nofretete jetzt in einem neuen Licht sehen." Zum Beleg verweist der Wissenschaftler auf die überraschende Einführung des Monotheismus im traditionellen Viel-Götter-Reich Ägypten im 14. Jahrhundert vor Christus.

Der neue Gott sollte Aton heißen, und Nofretete habe von sich als derjenigen gesprochen, "die Aton gefunden hat". Diese Formulierung sei für die Gemahlin eines Pharaos revolutionär, so Schlögl. "Auch die bildliche Darstellung, die sie auf dem königlichen Thron zeigt, während der Pharao neben ihr auf dem Schemel sitzt, spricht die gleiche Sprache."

In Deutschland ist Nofretete vor allem wegen der Büste bekannt, die im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen ist. Sie war am 6. Dezember 1912 bei Ausgrabungen in Amarna entdeckt und im Rahmen der Fundteilung nach Deutschland gebracht worden. Ägypten hat mehrfach Anspruch auf die legendäre Büste erhoben.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz plant zum 100. Jahrestag des Funds eine umfassende Nofretete-Ausstellung in Berlin. Erste Einzelheiten dazu sollen am Montag bekanntgegeben werden.

dpa

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