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Kulturnachrichten Polar-Musikpreis für Anne-Sophie Mutter und Grandmaster Flash
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15:49 13.02.2019
Die Geigerin Anne-Sophie Mutter Quelle: Patrick Seeger/dpa
Stockholm

Die Geigerin Anne-Sophie Mutter zählt in diesem Jahr zu den Gewinnern des schwedischen Polar-Musikpreises. Ebenfalls geehrt werden das Projekt Playing for Change für seine Arbeit, benachteiligten Kindern in aller Welt musikalische Bildung zu ermöglichen, sowie der Hip-Hop-Pionier Joseph Saddler, besser bekannt als Grandmaster Flash. Der Polarpreis ist mit jeweils einer Million Schwedischen Kronen (rund 100 000 Euro) dotiert und gilt als einer der weltweit wichtigsten Musikpreise. Vergeben werden die Auszeichnungen am 11. Juni vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf in Stockholm. Anne-Sophie Mutter tritt am 17. Mai bei einem Pro-Musica-Konzert im hannoverschen Kuppelsaal auf.

Im vergangenen Jahr waren die US-Band Metallica und das Musikalische Nationalinstitut Afghanistans mit dem Polarpreis ausgezeichnet worden. Zu den früheren Preisträgern zählen Paul McCartney, Elton John, Bruce Springsteen, Pink Floyd und Bob Dylan. Ins Leben gerufen wurde der Preis 1989 vom früheren Abba-Manager Stig Anderson.

Grandmaster Flash ist der erste Hip-Hopper überhaupt, der mit dem Preis geehrt wird. Er habe ab den 70er Jahren eine komplett neue Art erfunden, wie Musik gemacht werde, erklärte die Jury. Saddler sei ein Wissenschaftler und ein Virtuose, der mit seinen Abenteuern an den Turntables die Richtung der Populärmusik geändert habe. Der Geehrte selbst sagte in einem Video: „Was wir als DJs tun, wird oft übersehen. Dass ich aus so vielen Leuten herausgepickt wurde, ehrt mich so, so sehr. Das ist unglaublich wunderbar.“

Auch Mutter fühlt sich geehrt. „Es ist eine riesige Auszeichnung, sich in einer illustren Gruppe von Musikern zu befinden, die den Polar-Musikpreis erhalten haben“, sagte sie in einer Videobotschaft. Sie sei begeistert und auch ein wenig überrascht. Musik sei für sie ein wundervoller Lebensbegleiter. „Wir brauchen Musik zum Feiern, wir brauchen Musik zum Trauern. Wir brauchen Musik zum Reflektieren.“

Die Idee zu Playing for Change von den Gründern Mark Johnson und Whitney Kroenke sei 2002 in dem Glauben entstanden, dass Musik Grenzen zwischen Menschen niederreißen könne, erklärte die Jury. Mittlerweile sei die Stiftung zu einem Projekt mit 15 Musikschulen in aller Welt angewachsen, mit denen das Leben von mehr als 15 000 Kindern und ihren Gemeinschaften verändert worden sei. Playing for Change zeige, wie Musik genutzt werden könne, um zu inspirieren und Brücken zu bauen.

Von Steffan Trumpf

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