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Kultur Das plant der Literarische Salon
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00:17 16.02.2019
Brandgefährlich: Szene aus dem Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“, über den am 25. Februar im Literarischen Salon gesprochen wird. Quelle: Florian Weigensamer, Christian Krönes
Hannover

Wer sich falsch verhält, bekommt die Folgen zu spüren: Das ist, knapp gesagt, das Schicksal der Stadt Sodom, die in der biblischen Geschichte in Flammen aufgeht, weil ihre Bewohner nicht gottesfürchtig lebten. In ihrem Film „Welcome to Sodom“ erzählen die österreichischen Dokumentarfilmer Florian Weigensamer und Christian Krönes aber nicht von mythischer Vergangenheit, sondern vom Ghana der Gegenwart. Sie zeigen Menschen am Rande der Hauptstadt Accra, die umgeben von giftigem Rauch und auslaufenden Schadstoffen inmitten von Müllbergen leben, die sie gar nicht selbst produziert haben: zwischen Bergen von ausrangierten Handys, Computern und Flachbildschirmen, die die Wohlstandsgesellschaften nicht nur im Westen hierhin exportiert haben. Am Montag, 25. Februar, stellen die beiden Autoren ihrem Film zum Saisonauftakt im Literarischen Salon der Leibniz Universität vor.

Literatur und Politik

Die Programmmacher des Salons dehnen die Grenzen der Literatur dabei wieder weit ins Politische. Der US-amerikanische Politwissenschaftler Francis Fukuyama, der mit seinem Wort vom „Ende der Geschichte“ bekannt wurde, stellt am 4. März sein neues Buch „Identität“ vor. Am 25. März diskutieren die Autorinnen Reni Eddo-Lodge und Sharon Dodua Otoo mit der Übersetzerin Mirjam Nuenning über das „Schreiben gegen strukturellen Rassismus und weiße Dominanz“. Außerdem sprechen Fernsehmoderatorin Dunja Hayali über Heimat (15. April), Autor Ilija Trojanow über Flucht (17. April) und Dramaturg Bernd Stegemann vom Verein Aufstehen über neue Parteien (6. Mai).

Musik und Film im Salon

Im Musikprogramm des Salons erfüllt der hannoverschen Hornist Felix Klieser in der Lutherkirche am 18. März seine „Mission Mozart“ und der große Geiger Gidon Kremer, der für ein Konzert bei den Kunstfestspielen in der Stadt ist, spricht am 21. Mai über „Musik im Herzen und Gift im Betrieb“. Das Kino ist mit dem Drehbuchautor und Regisseur Jakob Lass (27. Mai) und dem Up-and-coming-Festival (7. Juni) im Programm vertreten.

Am 3. Juni blättert die Historikerin Judith Blume eine „Geschichte des Sammelbildalbums 1860– 1952“ auf. Der Autor und Hörspielleiter Herbert Kapfer bringt am 8. April das Jahr 1919 zum Klingen, während der Berliner Autor Jaroslav Rudis sich am 4. Juni mit seinem Buch „Winterbergs letzte Reise“ auf dem Weg durch die Geschichte Europas macht.

Insgesamt gibt es von Februar bis Juni 16 Veranstaltungen zumeist im 14. Stock des Conti-Hochhauses der Leibniz Universität. Beginn ist immer um 20 Uhr.

Von Stefan Arndt

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