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Konzert: Riesenparty mit Marteria und Casper auf der Expo-Plaza in Hannover

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23:09 31.05.2019
Die Rapper Marteria und Casper auf der Expo-Plaza. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Marteria und Casper haben den Deutschrap salonfähig gemacht, wenn auch auf getrennten Wegen. Irgendwie begannen ihre beiden Karrieren im Jahr 2000 und hatten eigentlich den selben Ausgangspunkt. Auf einer Deutschrap-Party in der Faust in Linden lernten sich Marten Laciny und Benjamin Griffey kennen und tauschten sich seither immer wieder über ihre Musik aus. Im vergangenen Jahr veröffentlichten sie mit „1982“ endlich ihr erstes gemeinsames Album – und feierten jetzt damit am Freitag auf der Expo-Plaza mit rund 22.000 Fans ein ausschweifendes Hip-Hop-Fest als Auftakt ihrer „Champion Sound Open Airs“ mit Auftritten in Dresden, Berlin, Hamburg und Essen.

Tourauftakt nach Maß: Die Rapper Casper und Marteria begeistern mehr als 20.000 Menschen auf der Expo-Plaza in Hannover.

Mit „1982“, einer Anspielung auf ihr gemeinsames Geburtsjahr, blicken die beiden zurück – vor allem im gleichnamigen Titelstück, das sie zur Begrüßung spielen. Aber schon mit den nächsten Stücken „Champion Sounds“ und „Adrenalin“ sind alle Arme oben, die Fangemeinde singt und hüpft zu krachenden Pyroeffekten. Gut, dass die Plaza kein Dach hat, sonst wäre die Luft schon jetzt zum Schneiden dick. Marteria und Casper kreisen auf der Bühne umeinander – wie Zwillinge, den Drang haben, die Plaza in eine einzige Party zu verwandeln. „Es rührt mich zu Tränen, was hier für eine Stimmung ist“, ruft Caspar in die Menge.

„Unterschiedliche Charaktere, die sich ergänzen“

Dabei können die Karrieren und die Einstellung der beiden Künstler zu ihrem Erfolg verschiedener kaum sein. „Wir sind unterschiedliche Charaktere, die einander ergänzen“, hatte der gebürtige Rostocker Marteria jüngst in einem Interview betont. Bei seinem ersten Kontakt mit dem damaligen Wehrdienstleistenden Casper in der Faust war er noch ein erfolgreiches Modell und hatte dafür bereits eine mögliche Karriere als Fußballprofi aufgegeben. Beides wurde ihm jedoch zu eng. Und so ließ er sich von der „einzigen Konstante in seinem Leben“, dem Hip-Hop leiten, wobei ihm seine tiefe, warme Stimme ein Alleinstellungsmerkmal und baldigen Erfolg verlieh.

Caspers Heimat Extertal liegt nur etwa 90 Kilometer südwestlich von Hannover in der Nähe von Lemgo im Lipperland. Als eher gefühlvoller sogenannter Emo-Rapper galt er schnell als Gegenentwurf zu Gangstern der Szene wie Sido oder Bushido. Seine ungewöhnlich raue Stimme rührt von einer Vergangenheit im Punk-Genre, in der er seine Stimmbänder nachhaltig schädigte. Auch er genießt sichtlich den Auftritt auf der großen Plaza-Bühne. Hip-Hop ist ein wichtiger Teil der Jugendkultur geworden, der Casper aber eigentlich nicht angehören wollte. In seiner Anfangszeit war Rap Anti, heute würde er sich – nach eigenem Bekunden – eher für Hardcore-Punk entscheiden.

Das Publikum feiert auch die Solonummern

Auf der Bühne geben aber beide alles – genau wie das Publikum, das bei weitem nicht nur aus kreischenden Teeniemädchen besteht. Die Party kocht zum ersten Mal über bei „Adrenalin“, einer weiteren Nummer von „1982“. Lange warten müssen die Fans aber auch auf die bereits bekannteren Solonummern nicht. Bei „OMG“ und „Kids“ von Marteria sowie Caspers „Auf und davon“ und „Sirenen“, die dazu die etwas rockigeren Gegensätze bilden, erreicht das Partylevel die nächsten Höhepunkte.

„Das ist der Wahnsinn“, jubelt Marteria – und meint damit die Fans, die singend und jubelnd richtig Spaß haben. Den wirklichen Wahnsinn unter 22.000 Menschen beenden die Ordner dagegen früh: Einige Unbelehrbare zünden zunächst Rauchbomben und dann Leuchtfeuer. Nach dem Einschreiten des Sicherheitsdienstes kann die Menge entspannt und ausgelassen bis zum Ende weiterfeiern.

Von Uwe Kranz

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