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Kultur Sparkassenstiftung verabschiedet die Direktorin Sabine Schormann
Nachrichten Kultur Sparkassenstiftung verabschiedet die Direktorin Sabine Schormann
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01:15 02.11.2018
Farbiger  Abschied: Friedrich von Lenthe (links) und Thomas  Mang (rechts) mit Sabine Schormann und ihrem Nachfolger Johannes Jansen im Forum des Sparkassenverbandes.
Farbiger Abschied: Friedrich von Lenthe (links) und Thomas Mang (rechts) mit Sabine Schormann und ihrem Nachfolger Johannes Jansen im Forum des Sparkassenverbandes. Quelle: Helge Krückeberg
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Hannover

„Sie verkörpert die Paarung von Leidenschaft und Kompetenz, Engagement und Überzeugungskraft.“ Mit diesen Worten hat Thomas Mang, der Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, am Vorabend des Reformationstages Sabine Schormann gewürdigt, die das Amt der Stiftungsdirektorin aufgibt, um Geschäftsführerin der Documenta in Kassel zu werden. Außerdem präsentierte er bei der Feierstunde zu Schormanns Abschied gemeinsam mit Friedrich von Lenthe, dem Vorstandsvorsitzenden der VGH-Stiftung, die sie gleichfalls führt, im Sparkassenforum erstmals öffentlich auch den Nachfolger Johannes Jansen.

Charakteristisch für Schormann seien diplomatisches Geschick, Charme und Visionen, mit denen sie Kulturprojekte vorangetrieben habe, sagte Mang. „Sie ist stets der Losung ,Geht nicht, gibt’s nicht‘ gefolgt – und am Ende wurde jedes ihrer Projekte gut, zumindest aus der Sicht von Dr. Schormann.“ Ob bei Musikland Niedersachsen, beim Museumsportal, dem Museumsgütesiegel oder der Kooperationsvereinbarung mit dem Sprengel-Museum zur Pflege der Sammlung der Stiftung – stets habe Schormann unkonventionelle Lösungen entwickelt. Auf besonderes Lob von Friedrich von Lenthe stieß Schormanns Bemühen um Kulturangebote wie die Literaturförderung für Jugendliche.

Die promovierte Germanistin, die nach Hannover gekommen ist, um die Projekte „Planet of Visions“ und „Das 21. Jahrhundert“ im Expo-Themenpark zu leiten, hat die Sparkassen- und die VGH-Stiftung 18 Jahre lang geführt. Ihr Nachfolger, der promovierte Kunsthistoriker Johannes Jansen stammt aus Norden in Ostfriesland, war zuvor schon für eine Kulturstiftung tätig und hat sechs Jahre lang das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg geleitet.

Dass man eine Kulturmanagerin auch kulturell würdigen kann, präsentierten die Schauspieler Julia Hansen und Henning Nöhren sowie der Musiker Lars Stoermer mit der Text- und Toncollage „Vom Weggehen und Ankommen“. Deren literarische Vorlagen – von Theodor Adorno über Kafka, Rilke und Ingeborg Bachmann bis zum Kölner Kabarettisten Jürgen Becker – hat Christiane Freudenstein vom Göttinger Literaturherbst zusammengestellt.

Dafür spendeten die Teilnehmer der Feierstunde – darunter Oberbürgermeister Stefan Schostok, Kathleen Rahn vom Kunstverein, Christina Végh von der Kestnergesellschaft sowie Sprengelmuseumsdirektor Reinhard Spieler, aber auch Ralf Beil vom Kunstmuseum Wolfsburg und Christoph Grunenberg von der Kunsthalle Bremen sowie René Zechlin vom Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen – freundlichen Beifall. Anhaltenden Applaus im Stehen gab es dann nach einem kurzen Auftritt von Sabine Schormann („Ich möchte einfach danke sagen“) – für die scheidende Stiftungsdirektorin, aber auch für ihren Nachfolger Johannes Jansen auf dem Podium des Sparkassenforums.

Von Daniel Alexander Schacht