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Atelierspaziergang: Künstler der Region Hannover öffneten ihre Ateliers

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16:38 20.05.2019
Installation von Helmut Hennig im Garten neben seinem Atelier. Quelle: Salima El Kurdi
Hannover

Jedes Jahr im Frühling öffnen an zwei aufeinander folgenden Sonntagen, Kunstschaffende aus Hannover und der Region ihre Kunstwerkstätten. In diesem Jahr hatten Besucher die Möglichkeit, 36 Ateliers zu entdecken und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig ist der Atelierspaziergang für die Künstler eine Chance, ihre Werke zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Von Trauer und Einsamkeit

„Bitte die Schuhe ausziehen“, fordert die Künstlerin Megumi Yamaura freundlich auf und schon ist man umgeben von der minimalistischen Klarheit ihres Ateliers. Sie und ihr Mann Yohei Yashima arbeiten seit zehn Monaten an der Bödeckerstraße 86a. Yohei Yashima zeigt eine kleine, blaue Plastikfigur. Dieses Püppchen, unterschiedlich platziert und fotografiert, ist Inspiration für seine zarten Ölgemälde, die von Trauer und Einsamkeit erzählen. Megumi Yamaura wiederum nutzt eine mehr als 1300 Jahre alte japanische Technik, die ihren Bildern eine brüchige Transparenz verleiht. Tradition und zeitgenössisches Konzept gehen hier eine spannungsvolle Symbiose ein.

Fransen der Erinnerung als Hommage an die Kindheit

Im Keller der ehemaligen Sprengelvilla an der Nienburgerstraße 14a befindet sich das Atelier von Anna Eisermann. Dort wo früher die Küche der Dienstboten war, begegnen dem Betrachter heute farbenfrohe plastische Gebilde und Gemälde. Und Fransen. Sie sind eine Hommage an Anna Eisermanns Kindheit und Jugend auf der Krim. Die Fransen lassen ihre aus unterschiedlichen Materialen genähten Reliefs nahezu lebendig erscheinen. Beweglichkeit ist bei der Künstlerin ein zentrales Thema. Im Schaffensprozess wie in ihren Kunstwerken konzentriert sie sich auf kontinuierliche Entwicklung und Veränderung.

Helmut Hennig überrascht mit neuen Perspektiven

Helmut Hennig arbeitet an Installationen, Licht-, Sound- und Video Projekten. Sein Atelier: Ein märchenhafter Garten. Wie über Ostereier stolpert man über die fast versteckten Kunstwerke im Großen Garten 5a. Da gibt es den zauberhaften Wohnwagen, den versteckten Briefkasten für Post an ferne Orte und den Waschbetoncarport, der als Galerie zum Betrachten einlädt. Helmut Henning kontrastiert in seinen Werken Natur und Technik und überrascht den Betrachter immer wieder mit neuen Perspektiven.

Auch im kommenden Jahr organisiert die Region Hannover einen Atelierspaziergang. Am 10. und 17. Mai 2020 werden wieder Kunstschaffende die Türen ihrer Ateliers öffnen.

Von Slima El Kurdi

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