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Chortage Hannover: 50 Chöre beim größten Sängerfest der Stadt

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01:15 08.06.2019
„Fast jeder in der Stadt singt in einem Chor“: Wolfgang Schröfel und Konstanze Beckedorf präsentieren das Programm der Chortage. Quelle: Stefan Arndt
Hannover

Wenn die Chortage Hannover ein „großer Leuchtturm“ sind, wie Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf es bei der Programmvorstellung zur elften Ausgabe des Festivals in Herrenhausen sagt, dann ist das kaum übertrieben: Größeres als dieses Sängertreffen ist in der Kultur der Stadt kaum zu finden. 50 Chöre sind in diesem Jahr daran beteiligt – verteilt auf neun Konzerte zwischen dem 22. und 29. Juni liefern sie geballte Argumente dafür, Hannover Chorstadt zu nennen. „Manchmal hat man den Eindruck, jede Hannoveranerin und jeder Hannoveraner singt in irgendeinem Chor“, sagt Beckedorf. Natürlich täuscht dieser Eindruck –, aber er lässt doch das diesjährige Motto „Hannover ist ganz Chor“ durchaus plausibel erscheinen.

Diese Chöre singen bei den Chortagen

Dass die Chortage inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus ausstrahlen, ist auch an den Gästen aus dem In- und Ausland abzulesen, die beim Festival dabei sind. Zum Auftaktkonzert am Sonnabend, 22. Juni, um 19.30 Uhr in der Christuskirche singen etwa neben dem Collegium Vocale Hannover auch die Chöre I Vocalisti aus Lübeck und Molto Cantabile aus der Schweiz. Außerdem sind im Programm Ensembles aus Celle und Clausthal zu hören, sowie Mädchenchöre aus dem spanischen San Sebastian und dem US-amerikanischen Pittsburgh.

Mitsingen und Zuhören

Ein Höhepunkt im Programm ist das Mitsingkonzert mit Händels Oratorium „Samson“ am Sonntag, 23. Juni, 19 Uhr im Funkhaus. Der Titel der Veranstaltung ist allerdings etwas irreführend: Mitsingen werden hier nur ein 150-köpfiger Projektchor und der Norddeutsche Figuralchor. Die übrigen Konzertbesucher können die Aufführung mit der NDR Radiophilharmonie, einem exquisiten Solistenquintett und dem US-amerikanischen Alte-Musik-Experten Nicholas McGegan ganz still genießen.

Volles Programm in Herrenhausen

Alle übrigen Konzerte sind im prachtvollen Rahmen der Galerie Herrenhausen zu erleben: Am Donnerstag gibt es um 18 Uhr und 21 Uhr zwei Konzerte mit insgesamt 13 Ensembles und einem Schwerpunkt auf Pop und Jazz. Die Nacht der Chöre gehört ab 18 Uhr vor allem Kinder- und Jugendchören, ab 21 Uhr sind die Erwachsenen dran, insgesamt sind hier 19 Gruppen beteiligt. Zweigeteilt sind auch die anspruchsvollen A-cappella-Konzerte am Sonntag, 29. Juni: Ab 17 Uhr singen der Chor der Leibniz-Uni, der Johannes-Brahms-Chor, die Camerata Vocale und der Kammerchor, ab 20 Uhr sind Oratorium und Mädchenchor an der Reihe, bevor die Gäste aus Pittsburgh den Schlusspunkt unter die elften Chortage setzen werden.

Die zwölfte Ausgabe des Festivals ist bereits in Planung, sagt Organisator Wolfgang Schröfel vom Niedersächsischen Chorverband. Bislang haben sich schon 22 Chöre angemeldet – zu diesem Zeitpunkt ein Rekord.

Karten gibt es unter anderem unter Telefon (05 11) 12 12 33 33, weitere Informationen unter www.chortage-hannover.de.

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Von Stefan Arndt

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