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15:45 28.03.2019
Auch kleine Flämmchen können weh tun: Christoph Müller bei den „Burn“-Vorbereitungen in der Cumberlandschen Galerie. Quelle: Ronald Meyer-Arlt
Hannover

Es ist eine persönliche Geschichte: Der Schauspieler Mathias Max Hermann hat das Tagebuch von Dag Hammarskjöld gelesen, dem UN-Generalsekretär, der 1961 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kann. Die politischen Betrachtungen und mystischen Passagen haben den Schauspieler berührt. Nun hat er einen Theaterabend daraus gemacht. Maximilian Grünwald und Antonia Eleonore Hölzel werden in „Dag“ auf der Bühne stehen, Mathias Max Herrmann führt Regie. Premiere hat „Dag“ am Dienstag, 11. Juni. Und das ist auch gleichzeitig der Termin, an dem die Produktion zum letzten Mal zu sehen sein wird. „Dag“ ist ein Stück für nur einen Abend.

Dag“ ist Teil des großen „Burn“-Festivals, mit dem sich das Ensemble des Schauspiels zum Ende der Intendanz von Lars-Ole Walburg aus Hannover verabschiedet. Nach dem Motto „It’s better to burn out than to fade away“ (aus Neil Youngs „Hey Hey, My My“) wollen es die Schauspielerinnen und Schauspieler des Staatstheaterensembles gegen Ende nochmal richtig krachen lassen.

Am 27. Mai bereits beginnt „Das große Abspielen“ – alle wichtigen Stücke der letzten Spielzeiten werden in letzten Vorstellungen zu sehen sein. Am 7. Juni startet dann das „Burn“-Festival auf den verschiedenen Bühnen der Cumberlandschen Galerie. Schon die erste erste Produktion hat es in sich: Der Schauspieler Jonas Steglich serviert „Sprit!“, eine Arbeit über Alkohol in der Weltliteratur. Auf der Bühne stehen Jakob Benkhofer, Christoph Müller, Hagen Oechel und Sebastian Weiss – und es ist gut möglich, dass hier die alte Theaterregel, Alkohol auf der Bühne durch Tee oder Saft zu ersetzen, nicht eingehalten wird.

Weitere Theaterprojekte für den einmaligen Gebrauch sind „Projekt Sexmission“, in dem Janko Kahle und Günther Harder nach dem Verhältnis der Geschlechter in der Zukunft fragen, ein „szenisches Late-Night-Konzert“ von Daniel Nerlich über Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, ein Abend mit selbstgeschriebenen Liedern von Silvester von Hösslin, ein Konzert der Schauspielhaus-Band, ein portugiesischer Abend von Susana Fernandes Genebra , ein Stück mit Geschichten zur Apokalypse von Antonia Kritzer oder auch „Beefträger“, eine Lesung, mit der die Mitarbeiterinnen aus der Öffentlichkeitsabteilung Zuschriften von Abonnenten oder auch Nichtmehrabonnenten vorstellen werden.

Sonnabend, 15. Juni, ist dann der letzte Spieltag des alten Ensembles. Weil da alle Schauspieler in Martin Mosebachs Stück „Rotkäppchen und der Wolf“ (Premiere am 23. Mai) auf der großen Bühne des Schauspielhauses stehen, beginnt die Abschiedsparty erst um 22 Uhr im Innenhof. Das Motto: „Fired!“

Karten für das „Burn“-Festival gibt es von heute an im Vorverkauf. Die „Cumberland“-Türen werden zur Festivalzeit täglich um 18 Uhr geöffnet.

Von Ronald Meyer-Arlt

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