Hannover: Desimo mit Milou & Flint und Arndt Schmöle im Spezialclub
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Hannover: Desimo mit Milou & Flint und Arndt Schmöle im Spezialclub

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15:28 17.02.2021
Die Musiker Milou & Flint (von links) und Synchronschauspieler Arndt Schmöle waren am Dienstag zu Gast bei Desimo.
Die Musiker Milou & Flint (von links) und Synchronschauspieler Arndt Schmöle waren am Dienstag zu Gast bei Desimo. Quelle: Katrin Kutter
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In der Reihe „Talk und Show bei Desimo“ drehte sich am Dienstagabend fast alles um Schauspielerei, genauer gesagt: um Synchronisierung. Der Kabarettist und Zauberer Desimo begrüßte zur vierten Ausgabe seines coronagerecht nur ins Internet gestreamten Spezialclubs neben seinem Sidekick Matthias Brodowy und dem Musiker Jens Eckhoff auch Arndt Schmöle, dessen Stimme nicht nur in vielen Filmen, sondern auch im Radio und in Hörspielen wie „Die drei ???“ zu hören ist. Das stieß auf Interesse: Laut Angaben der Veranstalter wäre der Saal des Apollo-Kinos mit der erreichten Besucherzahl doppelt ausverkauft gewesen. Und der hat immerhin fast 200 Plätze.

Mit dem bekannten Begriff Synchronsprecher könne er sich nicht identifizieren, erzählt Schmöle. Er nennt sich lieber Synchronschauspieler. „Es ist ja nicht nur damit getan, dass man einfach nur spricht“, sagte er über seine Arbeit. Zur Synchronschauspielerei gehöre eben auch Emotion auf Knopfdruck: „Wenn Schauspieler Autos wären, dann wären die Synchronschauspieler Elektroautos.“ Die schicken Flitzer könnten vielleicht schneller fahren, dafür könnten Elektroautos aber an der Ampel von Null auf 100 beschleunigen.

Kinski auf schwäbisch

Dass er das beherrscht, bewies er bei einer kindgerechten Synchronisation eines Zaubertricks von Desimo und auch mit verschiedenen Einsprechern eines langweiligen Technikvideos: Für diese spezielle Synchronisation wurden sich nicht nur Vorgaben wie „albern und verwirrt“ gewünscht, sondern auch „Klaus Kinski mit ein bisschen Sex und schwäbisch“. Letzteres meisterte der Synchronschauspieler mit Bravour und einem kleinen Manko: „Sexy habe ich nicht mehr geschafft.“

Man kann eben nicht alles haben, und manchmal ist alles vielleicht etwas zu viel. So wie der Käse, der Arndt Schmöle in jungen Jahren mal zum Schlagernamen inspirierte. In einem alten Video von 2001 sang er unter dem Pseudonym Marc Chavro von Amaretto und schönen Frauen. Sein Nachname sei inspiriert vom gleichnamigen Aldi-Käse gewesen – nur eben ohne „t“, das würden ja sonst alle mitsprechen. Der Musik ist Schmöle treu geblieben – er singt jetzt in der A-cappella-Band Basta.

Japanische Straßenmusik

Für Livemusik sorgte an diesem Abend aber das Popduo Milou & Flint. Die waren sogar mal auf Tour in Japan und konnten noch das Lied „Flieg mit mir“ auf japanisch zum Besten geben. Dazu erfuhren die Zuschauerinnen und Zuschauer auch, wie die beiden sich kennenlernten – nicht in Japan, aber in Hamburg, als Milou als Straßenmusikerin sang und Flint gerade seine Band auflöste. Er sprach sie an und versicherte ihr: „Ich bin kein Massenmörder, auch wenn ich aus Hannover komme.“

Am Dienstag, 2. März, geht es im Spezialclub weiter mit dem „Festival der Spitzenmagier“.

Von Alina Stillahn