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Region Stimmung wie in Wien: Die K&K-Philharmoniker im Kuppelsaal
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Hannover: Die K&K-Philharmoniker überzeugen beim Neujahrskonzert im Kuppelsaal

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18:52 09.01.2020
Stimmung wie beim Wiener Neujahrskonzert: Die K&K-Philharmoniker im Kuppelsaal. Quelle: Navid Bookani
Hannover

Die K&K-Philharmoniker haben europaweit eine riesige Fangemeinde. Mehr als 1800 Zuhörer kamen jetzt in den Kuppelsaal, um der „Wiener Johann Strauß Gala“ zu lauschen, mit der das im galizischen Lemberg beheimatete Privatorchester zurzeit durch Europa tourt. Den Erfolg der Musiker macht nicht nur das massentaugliche Programm aus, denn ohne die dauerhaft hohe musikalische Qualität hätte sich das Unternehmen nicht seit 2002 am Musikmarkt behaupten können. Das war nun erneut zu erleben.

Glückliche Verbindung

Gleich mit den ersten Tönen der Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ servierte das Orchester unter der leidenschaftlichen Leitung von Taras Lenko eine ansprechende Mischung aus sattem, sinfonisch schmelzendem Klang und bemerkenswerten solistischen Bläsermomenten. Diese glückliche Verbindung bestimmte das gesamte Programm mit seinen Walzern, Polkas und Märschen.

„Da brauchst du gar nicht nach Wien zum Neujahrskonzert zu fahren. Das hast du doch direkt hier vor der Haustür,“ ließ sich eine Besucherin im Pausengespräch vernehmen. In der Tat wehte gerade bei den Walzern ein wenig K&K-Schmäh durch den Raum, wenn sich der samtene Klang der Ersten Violinen über den bewusst g’schlampert gespielten Nachschlägen der Zweiten Violinen entfaltete. Ein paar nicht ganz vollkommen geschlossene Tempoübergänge minderten nur gering die einnehmende Schönheit aller Walzerdarbietungen. Und den flott mit Temperament gespielten Polkas zuzuhören machte einfach Spaß.

Komödiantische Einlagen

Dabei sorgten kleine komödiantische Einlagen des Dirigenten ebenso für Heiterkeit wie die witzige schauspielerische Darbietung des Schlagzeugers am klingenden Amboss bei der Polka „Feuerfest“. Fürs Auge gab es auch Erfreuliches, als vier klassische Ballettpaare einige Polkas und Walzer mit harmonischer Choreografie voller Charme optisch bereicherten. Zum Schluss dann der Zugabenritus mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“, den vom Orchester gerufenen Neujahrswünschen und dem „Radetzky-Marsch“. Da kam dann wirklich Neujahrskonzert-Stimmung auf, die in Standing Ovations mündete.

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