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Kulturhauptstadt 2025: Experte sieht gute Chancen für Hannover

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15:06 24.09.2019
„Hannover hat gute Chancen, in die zweite Runde zu kommen“: Diskussion über die Bewerbung zur Kulturhauptstadt im Kunstverein. Quelle: China Hopson
Hannover

Bei der Bewerbung um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025 kommt es auch darauf an, ein Problem zu haben, das mit dem Titel dann irgendwie, vielleicht auch nur zum Teil, gelöst werden könnte. Hannover hat dabei ein Problem: Es hat keines.

Hannover, sagt Inga Samii, Projektmanagerin im Bewerbungsteam der Stadt, habe eine gute Infrastruktur, verfüge über eine breite und reiche Kulturszene und werde von den Menschen, die hier wohnen, sehr geschätzt. Im Defizit-Ranking hätte Hannover im Wettbewerb mit den anderen deutschen Bewerberstädten (Hildesheim, Nürnberg, Chemnitz, Dresden, Gera, Zittau und Magdeburg) kaum eine Chance.

Eine andere Strategie

Deshalb hat man sich bei der Bewerbungsstrategie für einen anderen als den problemorientierten Ansatz entschieden. Hannover argumentiert mit Stärken, nicht mit Schwächen. Eine Grundfrage des Bid-Books, das die Stadt für die Bewerbung (am 30. September) einreichen muss, lautet: „Warum können wir als starke Stadt nicht Europa stärken?“

Zusammen mit Ralf Beil, dem früheren Leiter des Kunstmuseums Wolfsburg, der Hannovers Bewerbung als Berater zur Seite steht, erläuterten Inga Samii und Melanie Botzki vom Bewerbungsbüro in der „Salon“-Reihe des Kunstvereins die Strategie für Hannovers Bewerbung. Beil zeigte sich recht optimistisch. „Hannover hat gute Chancen, zumindest in die zweite Runde der Auswahl zu kommen“, sagte er. Und Kunstverein-Leiterin Kathleen Rahn, die das Gespräch moderierte, wusste zu berichten, dass man in Nürnberg neidvoll auf Hannovers Bewerbung blicke, die nicht von Verwaltungsfachleuten, sondern vom Schriftsteller Juan S. Guse in der Form einer Erzählung verfasst wurde. Botzki erklärte, warum man sich für diese Form entschieden habe: „Die Bewerbung sollte ja nicht so eine Verwaltungsbroschüre werden.“

Bid Book im Sprengel Museum

Dass das Bid Book, mit dem sich Hannover bewirbt, nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch aus dem Rahmen fällt, soll sich am Donnerstag zeigen. Dann soll das Layout des Buches im Sprengel Museum präsentiert werden.

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Von Ronald Meyer-Arlt

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