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Region 100 Bewerber für einen Studienplatz Flöte
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Musikhochschule: Abteilung für Holzbläser ist wieder komplett

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14:00 31.05.2019
Lehrer und Schüler spielen künftig wieder Seite an Seite. Quelle: Andreas Arnold/dpa
Hannover

Nun, da sie wieder alle zusammen sind, nehmen die Professoren eine Tradition der Musikhochschule wieder auf: In der Bläserakademie spielen Lehrer und Schüler Seite an Seite in öffentlichen Konzerten. Sorgen, dass die Studierenden dabei vielleicht besser spielen könnten als ihre Professoren, hat zumindest Markus Maskuniitty nicht: „Wenn das so ist, haben wir unseren Job gut gemacht“, sagt der Hornist.

Viele Bläser in Hannover ausgebildet

Wie gut Maskuniitty, der seit 19 Jahren in Hannover lehrt, und seine Kollegen ihren Job gemacht haben, ist statistisch belegt: 17 Prozent aller Bläser, die in einem deutschen Orchester spielen, wurden in Hannover ausgebildet. Beim Blick auf die Konkurrenz wirkt diese Zahl noch eindrucksvoller: Orchestermusiker werden hierzulande an mehr als 40 verschiedenen Institutionen ausgebildet. Allerdings ist die Statistik zehn Jahre alt – und dürfte heute nicht mehr ganz so gut ausfallen.

Lang erwartete Verstärkung: Oboist Kai Frömbgen (links) unterrichtet seit diesem Semester neben Markus Maskuniitty und Johannes Peitz an der Musikhochschule. Quelle: Stefan Arndt

In den vergangenen Jahren waren wichtige Stellen gerade bei den Holzbläsern unter anderem aus Krankheitsgründen nicht besetzt. Erst in diesem Semester wurde das Ensemble mit dem Oboisten Kai Frömbgen und der Flötistin Anna Dina Björn-Larsen wieder komplettiert: Fagottist Bence Bogányi und Klarinettist Johannes Peitz sind wie Maskuniitty seit Langem an dem Haus.

Andrang der Studierenden wird immer größer

Als Ausbildungsstätte für Holzbläser hat die hannoversche Hochschule sich mit legendären Lehrern wie dem Klarinettisten Hans Deinzer, der außer Sabine Meyer noch viele weitere Ausnahmemusiker ausgebildet hat, früh einen sehr guten Ruf erworben. Daran möchte man nun mit endlich wieder voller Besetzung anknüpfen. Der Andrang der Studierenden wird ohnehin immer größer – auf einen Studienplatz für Flöte kommen hier in der Regel rund 100 Bewerber, bei den etwas weniger beliebten anderen Instrumenten können es immerhin bis zu 50 sein.

Darunter die richtigen auszuwählen, ist keine leichte Aufgabe für die Professoren. Die 17 Prozent von vor zehn Jahren zeigen aber, dass es gelingen kann. „Da wollen wir jetzt wieder hin“, sagt Klarinettist Peitz. Zum Ausbildungserfolg soll dann auch die wiederbelebte Bläserakademie beitragen: Am 6. Juni gibt sie ihr erstes Konzert.

Der Auftritt der Bläserakademie am 6. Juni im Richard-Jakoby-Saal der Hochschule unter anderem mit Mozarts „Gran Partita“ gehört zum Kammermusikfestival „Claras Welten“. Das nächste Konzert der Bläserakademie ist dann am 4. Dezember.

Von Stefan Arndt

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